Music was my first love…

I’ll start with a confession on this one: maybe the years as a paramedic have damaged my mind more, than just a taint bit. Nowadays it seems to me, as if i can only cry and scream, when music unlocks those hallways in my mind, where raw emotions are tucked away safely, for noone else to see. I don’t think, this happened for convenience. I’d rather believe, it’s a subconsciously implemented safeguard against even more mental damage. In my trade, you get to experience people in their darkest hours on a quite regular basis. And even though today, I’m more occupied with teaching the skills of my art to trainees, I still live through those intense moments, from time to time.

It doesn’t happen intentionally, but sometimes, when I’m wandering the internet, I almost naturally take a stop on one of those sites, where you can listen to music. My taste is somewhat simple: I like music, that is made with hearts and hands. I don’t dig most contemporary pop music too much, although I happen to find single pieces, which appeal to me. But for the most part, I like old school rock and metal. And yes, I espacially like the oldies and classics.

All the while drifting from song to song, not always staying to the end, I might reach that point – it doesn’t happen always, not even often – where those previously mentioned hallways open up, to let out those tears, held back for a thousand and one reasons. And although I always feel a little odd afterwards, it’s always a liberating experience. Because it give’s me proof, that my emotions haven’t died yet, despite all the crazy shit, I have seen in more than 25 years in prehospital emergency care.

One of my favourite songs of all times is “Strange World” from Iron Maiden’s first album. When bass and guitar beginn to sing with each other, I always get the feeling, I should have become a bass player instead. Steve Harris is a freaking genius as bass player and song writer also; I know, this is only my little opinion, but to me it has a meaning, and there are a some feelings transported through this song, that I can relate to far too easy. I read it as a song about depression, and I had visitations from the darkness – my old friend – often enough, to recognice it in other people…

I would bet, I’m not the only one, who has his mind opened up by music like that. And although other people will most certainly like different kinds of music, the basic principle stays the same. I obviously don’t talk too much about those moments, because I feel, they’re private. And I most certainly wouldn’t invite anybody, to share them with me. Not even my wife. Because there are things, that need to stay private, no matter how intimate you might be with someone else. And I love my wife very much. But if I should guess, she has those special private moments too, that she would never share with anyone. Not even me. And that’s OK!

Music really was my first love. My lady was my second and thankfully, I don’t know, which of both will be my last, to stay true to the song. If I had any saying in that, both would come to an end at exactly the same moment. That would be fates greatest possible present to me. If you like to share your thoughts, feel welcome. Otherwise, simply have a good time.

Auch zum Hören…

Die große Le(e/h)re…

Selbstzweifel sind ein alter Bekannter, der immer mal wieder zu Besuch kommt. Geht vermutlich jedem so. Und so lange man sich nicht gerade darin ertränkt, ist das auch keine große Sache. Mit sich zu hadern, die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse noch mal überprüfen zu wollen (im Zweifel auch durch jemand anders), ist doch irgendwie ein Zeichen für die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Allerdings sagt Paracelsus ja, dass jedes Ding ein Gift ist; nur die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist…

JA, er meinte das pharmakologisch. Und trotzdem ist es für viele andere Dinge des alltäglichen Lebens ebenso wahr. So auch mit Bezug auf das Selbstwertgefühl. Zu viel ist nicht gut (=> Egoismus, Narzismus), zu wenig ebenso wenig (=> Selbstzweifel bis zur Depression). Um den gesunden – also den, nach Paracelsus, nicht-toxischen – Bereich zu finden und beibehalten zu können, braucht es einiges an Selbstdisziplin; und manchmal auch externe Hilfe.

Wir alle erzählen gerne eine positive Geschichte unserer selbst. Man möchte ja mit sich selbst im Reinen sein. In der Sozialpsychologie spricht man von der Selbstwirksamkeit des individuellen Narrativs. Unsere Persönlichkeit besteht, von außen betrachtet, aus vielen verschiedenen Rollen, die wir miteinander integrieren müssen: Elternteil, Kind, Lebensgefährte, Freund, Feind, Kollege, etc. Alle Rollen tragen in sich unterschiedliche Anforderungen an uns. Vom Praxisanleiter oder Ausbilder wird etwas anderes erwartet, als vom Vater oder Ehemann. Klingt logisch, oder?

Dennoch wirken diese unterschiedlichen Rollen aufeinander; immerhin sind sie alle gleichzeitig ein Teil von uns, der zu gewissen Zeiten rausgeholt und präsentiert wird. Das heißt, Handlungsmuster einer Rolle können durchaus auf eine andere Rolle überstrahlen und diese so modifizieren. Oft geschieht das unbewusst und solche Muster, die sich in all unseren Rollen wiederfinden, sind hoch integrierende Bestandteile unserer Persönlichkeit. Manchmal ist es eine charmante Macke, die zu einem persönlichen Kennzeichen wird; manchmal eine Handlungsressource (wie etwa Ordnungssinn), die uns sogar hilft, unseren Alltag besser zu bestreiten.

Gehen wir mit unseren Rollen allerdings zu bewusst um – d.h. “spielen” wir eine Rolle bewusst aus – kommen wir vermutlich als wenig authentisch rüber. Sind wir einfach nur wir selbst, geben wir uns u.U. gegenüber unseren Mitmenschen der Lächerlichkeit preis, oder machen uns durch den hohen Grad an Selbstoffenbarung angreifbar für jene, die Schwächen ihrer Mitmenschen gerne ausnutzen. Psychopathologisch betrachtet sind solche Menschen, die ihre Stärke aus der Schwäche anderer ziehen wollen oder müssen, natürlich eigentlich die schwächeren Menschen…

Mich persönlich treibt, mit Blick auf diese Gedankengänge die Frage um, wie ich auf jene Menschen wirke, die mir zur Ausbildung/Betreuung anvertraut sind. Sieht man sich das Auftreten der sogenannten Generation Z an, aus der sich mittlerweile fast alle Azubis in meinem Berufsfeld rekrutieren, so stelle ich fest, dass die jungen Leute sich ihres Marktwertes besser bewusst sind, das auch einsetzen und insgesamt häufig fordernder gegenüber ihren Ausbildern und dem Betrieb sind. Das lässt Menschen meiner Generation (der Definition nach Generation X) oft ratlos zurück. Ich wurde von meinem Vater mit Arbeit als Wert an sich vertraut gemacht und lebe das bis heute. Es ist quasi teil meiner professionellen DNA. Doch diese jungen Menschen fragen – ohne dass ich das hier bewerten möchte – zunächst, was der Betrieb für sie tun kann. In meiner Generation wurde dieses Frage noch umgekehrt gestellt. Und so gut wie alle Entscheider, die ich kenne, stammen ebenso aus meiner Generation. Was zu Konflikten führen kann…

Denn einerseits bin ich natürlich aufgerufen , “ihnen etwas beizubringen” (wer weiß, dass ich konstruktivistisch denke, dem wird klar sein, dass “etwas beibringen” eine vollkommen verkehrte Vorstellung von Lernen ist); andererseits ist Berufsbildung immer auch, ein Stück weit, Persönlichkeitsbildung. Und der Generation-Gap stellt manchmal einen nebligen Ozean dar, auf dem sich’s nur schwer navigieren lässt. Denn natürlich muss jeder, neben den universellen, unverhandelbaren Werten (wie etwa den Menschenrechten), die ich natürlich auch beim Unterrichten vertrete, seinen eigenen moralischen Kodex entwickeln. Sie dabei zu unterstützen, ist eine meiner Aufgaben. Und keine leichte…

An dieser Stelle sei angefügt, dass ich keinen weltanschaulichen Unterricht mache. Politik, Ethnie und Religion haben keinen Platz, wenn man Notfallsanitäter ausbildet, weil diese Dinge keinen Platz im Rettungswagen haben. Vor den Naturgewalten und dem Rettungsdienst sind alle Menschen gleich. Ich will lediglich, dass meine Azubis in der Lage sind, sich stets eine informierte Meinung zu bilden.

Also versuche ich, sie zur Selbstreflexion zu führen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Aber nun wird hoffentlich klar, das Selbstzweifel sowohl ein alltägliches, als auch ein Meta-Problem meiner Arbeit darstellen. Denn im trüben Wasser der fortlaufenden Entwicklung des Berufsfeldes Rettungsdienst, sowie der Gesellschaft und ihrer Kultur, in die es eingebettet ist fischen zu müssen, ist für mich selbst gleichsam ein Lehr- und Lernprozess. Dabei tagtäglich sozial adäquat, fachlich korrekt und Bedürfnis-orientiert zu handeln, ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle, denn ich empfinde dabei durchaus Erfüllung. Allerdings ist nicht immer ganz klar, ob ich im jeweiligen Subjekt meines Tuns Lehre oder Leere erzeuge. Aber ich versuch’s weiter. In diesem Sinne, noch ‘n schönen Tag.

Auch zum Hören…

Krieg, Kommerz, Kunst oder Krempel?

Podcasting. Man setzt sich vor ein Mikrofon und spricht hinein. Digitales Equipment, das viele Menschen sowieso zu Hause stehen haben (Desktop-Rechner, Laptop, Convertible, Tablet, grad egal) besorgt die Aufzeichnung und für lau, bzw. wirklich schmales Geld zu mietender Webspace dient als Plattform zur Verteilung der Inhalte. Das gibt’s schon seit bald 20 Jahren, ich selbst mache das seit ca. 2007. Mal mehr, mal weniger intensiv. Momentan nutze ich selbst Podcasting nur als komplementäres Angebot im Rahmen dieses Blogs. Sozusagen als “Hör-Blog to go”. So war es eigentlich ursprünglich auch gedacht, allerdings ohne die lesbare Variante.

Nun kommt Bewegung in das Thema, weil es Media-Plattformen gibt, die Geld in die Szene pumpen. Es geht darum, auch dieses publizistische Phänomen, das Soziologen lange als ein möglicher Beweis der Long-Tail-Theory galt, zu monetarisieren. Weil man nun mal mit allem Kohle machen können muss. Der verfickte Mamon regiert unsere Welt. Wie ich dazu stehe, muss ich vermutlich nicht erklären. Allerdings gehen mir dazu ein paar Gedanken durch den Kopf, mit denen ich nicht hinter dem Berg halten möchte.

Für mich hatten Bloggen und Podcasten immer was mit der Demokratisierung der Medienlandschaft durch das Internet zu tun. Natürlich ist das politologisch und soziologisch gesehen eine Sichtweise, die deutlich zu kurz greift. Wie Evgeny Morozov in seinem viel beachteten Buch “The Net Delusion” schreibt, ist die Chance, im Internet zu publizieren für sich betrachtet schön, aber kein Selbstläufer, der zu mehr Freiheit, Demokratie oder Liberalismus führen würde. Einerseits, weil Vertreter unterschiedlichster Interessen die Weiten des Netzes nutzen können, um ihre Agenda voranzutreiben. Man denke dabei z.B. an Breitbart News. Zum Anderen bedeutet, eine Meinung zu haben und diese öffentlich vertreten zu können noch lange nicht, das diese deshalb automatisch legitim, fundiert oder gar relevant wäre.

Diese Ausführungen im Hinterkopf erscheinen soziale Medien gar nicht mehr so sozial. Öffentliche Meinung ist etwas, dass man gezielt manipulieren kann. Die Meinungen darüber, ob das legitim im Sinne des Erhalts einer Gesellschaft und ihrer Kultur ist, gehen weit auseinander. Am einen Ende stehen jene, die eine auf frei verfügbaren Informationen fußende öffentliche Meinung für gefährlich halten. Walter Lippmann legte dazu 1922 in seinem Buch “Public Opinion” eine mögliche Blaupause dar, die von autokratisch orientierten Kräften auch heute noch gerne genutzt wird. Edward S. Herman und Noam Chomsky haben die Wirksamkeit solcher Prozesse 1988 in ihrem Buch “Manufacturing Consent” in erster Linie beschrieben, um solche verdeckt ablaufenden Prozesse entkräften zu können. Ich empfehle, beide im englischen Original zu lesen. Fakt ist, dass die Zahl der Markteilnehmer, die auf solche Art ihre Ziele verfolgen, durch die Medienformen Blog, Podcast und Vodcast exponentiell zugenommen hat. Ob zum Guten oder zum Bösen, muss sich erst noch entscheiden.

Dennoch darf man getrost davon ausgehen, dass die Auswirkungen, welche das Netz auf Teilhabe-Prozesse in Gesellschaften hat, noch lange nicht erkannt werden können. Die Analysen rings um den Cambridge-Analytica-Skandal z.B. sind nicht ansatzweise abgeschlossen und das Rätsel, ob die damals abgeschöpften Daten tatsächlich zur Wahl Donald Trumps beigetragen haben, wird wahrscheinlich erst irgendwann gelöst werden können. Realistischerweise werden wir erst in ein paar Jahrzehnten wirklich verstehen, was im Moment in den sozialen Medien gerade passiert. Zum einen, weil die Dynamik der Entstehung öffentlicher Meinung Walter Lippmann und auch andere, spätere Theoretiker mittlerweile in ihrer Wucht lügen straft. Und weil die Psyche des Menschen, aller Forschung zum Trotze in vielerlei Hinsicht immer noch eine Black Box ist, deren Inhalt wir oft nur schätzen können.

Was nun das Bloggen und Podcasten angeht: etwas realistische Selbsteinschätzung tut jedem gut. Was ich hier veröffentliche, ist selbst in einem guten Monat maximal ein Nischenprodukt. Nicht, weil ich hier dauernd vollkommenen Blödsinn von mir gebe – was von Fall zu Fall möglich sein mag – sondern, weil die Aufmerksamkeit an sich eine sehr wankelmütige Geliebte ist. Zu viele Angebote stürmen tagtäglich auf unsere Sinne ein und lassen unser ARAS allzu oft rat- und rastlos zurück. Steigt vielleicht deshalb die Zahl der Krankenfehltage auf Grund psychiatrischer Erkrankungen nach wie vor stark an? Ich weiß es nicht, aber von der Hand zu weisen ist der Gedanke wohl kaum. In jedem Fall konkurriere ich mit vielen anderen Angeboten, von denen – ein wenig Arroganz gestatte ich mir dann doch – so manches deutlich zweifelhafter ist, als meines. Vermutlich denkt so manch anderer das auch von seinem eigenen.

Jetzt diese Domäne des Self-Publishing mit Kommerz fluten zu wollen, macht mich dennoch ehrlich gesagt wütend. Wieder wird ein Bereich des Webs, in dem man mit etwas Geduld durchaus hochwertige, interessante und relevante Nischenpublikationen finden kann zugekleistert mit kommerzieller Kacke. Womöglich muss ich dann solche Gruselfiguren wie Mario Barth als Blogger erleben? Reicht es nicht, dass sich mit Seiten wie “Tichys Einblick” schon die Faschos in die Blogospäre trauen? Muss ich dann auch noch irgendwelche sendungsbewussten Schwachmaten und Möchtegern-Komiker ertragen?

Schaut euch den Fußball an. Das große Geld macht ihn seit Jahrzehnten immer kaputter. Wird beim Bloggen auch nicht lange dauern. Spätestens, wenn jetzt irgendeines von diesen chronisch überbewerteten, nur am Börsengang orientierten Start-Ups daher kommt und Hektoliterweise Gehirn-Jauche ins Netz pumpt; schön dekoriert als “authentische Blogs von echten Menschen”. Wohin auch immer der Zug fährt – ich bleib noch ‘ne Weile hier und mach mein Ding. Vielleicht ziehen die Zecken irgendwann weiter und fahren woanders das nächste große Ding für ihre Konten. C U!

Auch zum Hören…

Was war heute noch…?

Tag der deutschen Einheit. Feiertag. Irgendwelche – selbst gefühlt wichtigen -Menschen schwingen Reden über das Tun, das Lassen, das Müssen, das Dürfen; über Klima und Greta, über Flucht und Merkel, über alles Mögliche und vor allem das Unmögliche, weil angeblich nicht bezahlbare – nur nicht über die Menschen, denen zu dienen diese Volksvertreter eigentlich aufgerufen wären.

Dies wird mitnichten eine Hassrede über unsere Politiker. Das überlasse ich gerne den Faschisten, den Nazis, den Ewiggestrigen, die wie ein Herbststurm über unser Land gekommen sind und sich berufen fühlen, alles nieder zu reißen, was Generationen vor ihnen aufzubauen vermochten. Denn diese Randfiguren der Globalisierung werden kein Vermächtnis erschaffen, dass zu erinnern auch nur eine Sekunde wert wäre. Ebenso wenig, wie ihre Nazi-Vorbilder. Wenn noch einmal einer von Autobahnen anfängt, vergesse ich mich öffentlich und gewalttätig…

Nein! Dies ist der Ausdruck tief empfundener Scham über den Zustand unserer Nation. Über Menschen, die nicht mehr zu einander finden, weil Dogmen schwerer wiegen, als Menschlichkeit. Über die idiotische Journaille, die den Faschisten nach dem Maul redet, weil sie Scheu vor einer Konfrontation haben. Als wenn man neo-faschistische Knallchargen wie Gauland (der Name ist offensichtlich Programm), Höcke und Bierlein auch nur im Ansatz programmatisch oder inhaltlich ernst nehmen könnte? Diese Menschoiden faseln vom vierten Reich und sogenannte Reporter sagen “Ja, diese Bedenken muss man ernst nehmen…”. Bitte? Geht’s noch?

Ferner empfinde ich Scham über mich selbst. Zu lange habe ich gedacht, dass man diesen Menschen zuhören, ihre Ängste verstehen lernen muss; dass es einen Weg gibt, ihnen zu helfen, ihre Chancen auf Teilhabe wieder auf wirklich demokratische Weise wahrnehmen zu können. Was für ein Narr ich doch war! Die wollen Feuer. Also werden sie von mir Feuer bekommen. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn mehr, zwischen Menschen zu unterscheiden, die von wahrhaft neofaschistischer Gesinnung sind und denen, die einfach nur nach einfachen Lösungen für die komplexen Probleme unserer Zeit suchen. Denn es macht am Ende keinen Unterschied, auf wessen Schultern die nächste Machtergreifung stattfindet.

Ich bin Sozialdemokrat! Einer, der immer wieder an den neoliberalen Vollidioten wie Scholz verzweifelt, die in der CSU programmatisch zweifellos besser aufgehoben wären. Und ich habe es satt, dass in Diskussionsrunden des öffentlich-rechtlichen Fernsehens Menschen ihren Geifer verspritzen dürfen, deren einziges Programm darin besteht, alles zu hassen, was ihnen fremd vorkommt und was sie nicht verstehen können. Und wenn man die öffentlich demonstrierte Blödheit und Indolenz Alexander Gaulands und die Unverschämtheit Björn Höckes in Betracht zieht, verstehen die aber auch gar nix. Wie man solche Vollpfosten wählen kann, die ein Parteiprogramm voller noch neoliberalerem und kosnservativerem Nonsens geschrieben haben, als man das von der CSU gewöhnt ist, verstehe ich bei allem gutem Willen nicht mehr.

Tag der deutschen Einheit? Ein Fanal ist dieser Tag. Eine gottverdammte Schande für jeden, der nicht aufsteht und den Faschisten die Stirn bietet. Irgend jemand schrieb in der Kommentarspalte eines Zeitartikels dieser Tage, dass es falsch sei, wenn man den Faschisten keine Bühne biete, immerhin hätten wir die freie Meinungsäußerung in den Grundrechten verbrieft. Was er dabei übersieht ist der Umstand, dass die AfD-Faschisten auf dieses Grundrecht pochen, jedoch selbst nur wenig davon halten, wenn es gegen sie selbst eingesetzt wird. Wer immer noch nicht begriffen hat, dass diese AfD keine bürgerlich-konservative Partei ist, sondern ein Sammelbecken für Nazis, Rassisten, Identitäre, Reichsbürger und was weiß ich noch alles, dem kann ich leider nur schweren Realitätsverlust attestieren.

Facebook-Entfreunden werde ich solche Leute trotzdem nicht. Da wo Faschos Hetze präsentieren, kriegen sie von mir Contra. Und witziger Weise verschwinden sie nach kurzem Schlagabtausch zumeist und suchen sich andere Orte, an denen sich ungestörter Hetzen lässt. Um es mit Alexander Gaulands unsterblichen Worten zu sagen: Lasst sie uns jagen, wo immer der Faschos hässliche Fratze sich zeigt. Treibt sie zurück in ihre Löcher und überlasst ihnen nicht die Öffentlichkeit. Die sind nicht das Volk – die sind einfach nur traurige, hasserfüllte Gestalten, denen es den Raum zu nehmen gilt. Wer sich bemüssigt fühlt, mir zu helfen, oder dies zu teilen: ich habe keine Angst vor Menschen, die – wie Höcke – armselig mit Konsequenzen drohen, die eintreten, wenn sie dann endlich an der Macht sind. Die haben keine Ahnung, worauf sie sich einlassen, denn sie werden die Macht nie erringen, wenn wir das verhindern. Gemeinsam! Schaffen wir das, können wir auch wieder stolz erhobenen Hauptes die “deutsche Einheit” feiern…

Auch zum Hören…