A snipet of climate change…?

Bei offenem Fenster den achtbaren Durchzug kühler Luft genießen zu können – unbezahlbar! Unser Wetter schlägt Kapriolen wie der ungestümste aller jungen Hengste und die amerikanische Administration erklärt, in Zukunft auch im Weltraum Krieg führen können zu wollen; ob sich noch irgendeiner erinnert, warum die großartigsten aller denkbaren Vereinigten Staaten im Moment Transporte in den Weltraum zukaufen müssen…? Ich weiß ja nicht ob es in den Vereinigten Staaten auch einen so ausgeprägten Sommerlochaktionismus der Politiker gibt, wie bei uns (Dieses Großmaul Kevin Kühnert wäre ein Beispiel dafür – warum interviewt diesen insignifikanten  Typ noch mal irgendjemand? Oder diese Honks, die nach dem Gesellschaftjahr rufen)? Und natürlich darf man sich auch mal eine Verschnaufpause vom allzu Depressionsförderlichen Gesamtbild unserer Welt zu dieser Zeit gönnen. Aber neue Cowboys in Raumschiffen? Bitte nicht…

Ich weiß, dass es immer noch genug Menschen gibt, die den Klimawandel für nicht Menschengemacht halten und deshalb ein Einhalten der Menschheit bei der rasanten Verfeuereung aller verfügbaren Ressourcen für sozialistischen Quatsch halten – schmälert halt die Rendite. Da werden Bilder vom Elbepegel 1904 geteilt und in Bezug gesetzt zur jetzigen Witterungssituation, unter der Prämisse, dass das ja alles gar nicht so schlimm wäre, es handele sich um normale Ausreißer bei den Wetterphänomenen Schaut man sich die verlinkte Liste allerdings an, fällt einem auf, dass seit dem beginn der Industrialisierung im frühen 19en Jahrhundert die Zahl der ungewöhnlichen Wetterereignisse zugenommen hat. Und das liegt mitnichten nur daran, dass man es mit der Aufzeichnung ab da genauer genommen hätte. Auch die Behauptung, dass die menschliche Nutzung fossiler Brennstoffe keinerlei Auswirkung auf die Klimaentwicklung hätte, ist so kaum haltbar, lässt sich die Beschleunigung der Erwärmung doch messen.

Nichtsdestotrotz halte ich den, leider  immer noch zu leisen Aufruf, sich der Klimaveränderung als Menschheit im gesamten anzupassen für sinnvoll. Aller Aktionismus wird das Rad der Zeit nicht zurückdrehen und einen weltweiten Konsens zu diesem Thema zu erreichen, der tatsächlich etwas bewirkt, wird erst passieren, wenn New York unwiederbringlich abzusaufen droht. Dann merken es selbst die Amis, falls sie bis dahin nicht zu sehr mit Kriegsführung im All beschäftigt sind. Also gut dann etwas Fatalismus: Mannheim liegt 96 Meter über Normalnull. Selbst wenn die Kölner Bucht irgendwann wieder ihren Namen verdient, haben wir es hier dann noch relativ trocken. Vielleicht ist dann die Hitze auch etwas erträglicher. Gute Nacht…

Ein verdammtes Jahr…

Immer dann, wenn Probleme auftauchen, für deren Lösung eigentlich ein Paradigmenwechsel notwendig wäre, graben Politiker in der Mottenkiste und fördern mit tödlicher Sicherheit einen Wiedergänger zutage, dessen Existenz alle besser vergessen hätten. Im Moment zum Beispiel gibt es Probleme mit ausreichender Personaldecke in der Pflege und bei der Bundeswehr. Ist ja nix neues. Nun kommt die junge Union mit einem “Gesellschaftsjahr” um die Ecke, also der Idee einer Verpflichtung aller Schulabgänger, ein Jahr lang entweder Wehrdienst zu leisten, oder im Sozial- und Gesundheitswesen tätig zu werden. Also im Endeffekt eine Neuauflage des Wehr/Zivildienstes, wie wir ihn bis 2011 Jahrzehntelang gehabt hatten. Echt innovativ…

Die Aussetzung der Wehrpflicht wurde damals u.A. auch mit mangelhafter Wehrgerechtigkeit begründet (nur noch ein kleiner Teil jeder Alterskohorte wurde tatsächlich dienstverpflichtet, was natürlich der Gleichstellungsidee widersprach). Nun möchte man jeden – und vor allem auch jede – verpflichten, entweder bei der Bundeswehr oder im Sozial- und Gesundheitswesen tätig zu werden. Kontroversen waren ja zu erwarten, aber die Diskussionen unter diesem Artikel sind schon haarsträubend. Daher wäre es vielleicht sinnvoll, die Argumente mal kurz zu analysieren:

Die Initiatoren des Vorschlages erhoffen sich ein mehr an gesellschaftlichem Zusammenhalt, wenn das Arbeiterkind und das Managerkind mal zusammen durch den Dreck robben müssen.  Man denkt, dass gemeinschaftliches Tun in mehr Solidarität, mehr sozialer Kohärenz münden würde. Sozialpsychologisch ist diese Ansicht fragwürdig, da Altruismus z.B. nicht erzeugt werden kann.  Man könnte unterstellen, dass tatsächlich der Wunsch nach einer weniger segregierten und fragementierten Gesellschaft als Motiv Pate stand, doch ich habe ob der offenkundigen Naivität einer solchen Strategie meine Zweifel, würde es doch zumindest ein sehr verkürztes Verständnis für soziale Zusammenhänge offenbaren. Und es wäre doch schade, wenn Politiker so einfach dächten, oder? Ach Moment, ich habe den Söder und den Seehofer vergessen…

Tatsächlich liegt der Verdacht nahe, dass rein ökonomische Gründe für diesen Sommerloch-Füller vorliegen: man möchte Personal-Lücken billig füllen. Und dagegen sprechen in der Tat viele Gründe:

  • Für die meisten Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialwesen bedarf es einer Ausbildung, die länger dauert, als das gesamte “Gesellschaftsjahr” lang wäre. Man müsste also entweder die jungen Leute nach Crashkursen monatelang mit Hiwi-Tätigkeiten langweilen, oder den Zeitraum über mehr als ein Jahr ausdehnen. Nur wenige Bereiche bieten sie Möglichkeiten, für beide Seiten nutzbringend “Freiwillige” einzusetzen.
  • Die Ausbildung bedarf auch bei Crashkursen für einfachere Tätigkeiten einer Infrastruktur: Bildungsstätten, Lehrpersonal, Sachausstattung. Das kostet Geld und insbesondere geeignete Ausbilder wachsen nicht pflückreif auf Bäumen.
  • Der Versuch hier vermeintlich einfache Tätigkeiten aus Fachberufen im Gesundheits- und Sozialwesen auszugliedern, um diese an billige Hilfskräfte weiterzureichen, wird das sowieso schon schlechte Gehaltsgefüge in diesen Professionen noch mehr unter Druck bringen. Dies konterkariert u. A. die “Bemühungen” des Bundesgesundheitsministers, der doch die Pflege attraktiver machen möchte…
  • Wehrdienstleistende bei der Landesverteidigung…?!?!? Der Gedanke hat in mir schon immer ein Gefühl irgendwo zwischen Hysterie, Belustigung und Fassungslosigkeit ausgelöst. Und in denen, die es dann ausbaden müssen vermutlich auch. Soldaten auszubilden ist eine komplexe Angelegenheit und macht nur bei Freiwilligkeit wirklich Sinn. Denn Loyalität beim Dienst an der Waffe kann man ebenso wenig erzwingen, wie Altruismus.
  • Die organisatorische Infrastruktur für ein “Gesellschaftsjahr” müsste erst neu implementiert werden: Kosten, geeignetes Personal, Räumlichkeiten?
  • Bei der aktuellen Rentendiskussion den jungen Leuten evtl. durch ein solches Konstrukt die Renten-Anwartschaften um ein Jahr zu kürzen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass man damals mit Gewalt das G8 einführen musste, damit die Jungen auch ja früh ins Erwerbsleben eintreten können, klingt irgendwie schizophren, oder?

Für dieses Modell spricht momentan lediglich die Hoffnung, so wie früher eine höhere Langzeit-Rekrutierungs-Quote erzielen zu können. Eventuell die vage Idee, mehr soziale Solidarität zu schaffen, obschon ich hierein keine allzu großen Erwartungen setzen würde. Und natürlich die Vermittlung grundlegender Tugenden wie Disziplin, Fleiß, Pünktlichkeit, etc.; yo, das hat bei der Bundeswehr ja auch immer so gut geklappt…

Ich betrachte diese Diskussion als typische Sommerloch-Totgeburt, denn eine solche Zwangsverpflichtung erzeugt gesamtgesellschaftlich wahrscheinlich mehr Kosten, als sie einsparen helfen könnte – und das bei zweifelhaftem psychologischem Nutzen. Ich lehne einen solchen Vorstoß daher entschieden ab. Wenn man die Probleme bei der Bundeswehr und im Gesundheits- und Sozialwesen wirklich angehen will, muss man die entsprechenden Fachberufe stärken. Kostet auch Geld, das aber besser angelegt wäre…

Rollenspiel für Dummies #10

Einfach mal selber machen! Was für Heimwerker gilt, gilt für den Spielleiter mit magerem Geldbeutel ebenso. Ich könnte jetzt darüber lamentieren, dass manche Rollenspiel-Verlage mit noch einem und noch einem und noch einem Quellen- oder Welten- oder Monsterbuch einfach nur an meine Kohle wollen. Ja sicher wollen sie das, schließlich müssen die ja auch ihre Rechnungen bezahlen und Verdienst lässt sich in einer Branche, die mit Illusionen arbeitet nur mit einem dauernden Strom neuer Illusionen erzeugen. Folglich bin ich niemandem böse, wenn er seine Bücher verkaufen will.  Ich brauch die nur nicht…

Früher war ich auch einer dieser Sammler, der von bestimmten Settings einfach alles haben wollte. Irgendwann jedoch musste ich erkennen, dass es meine Vision des Spiels nicht nur einzuengen, sondern sogar zu zerstören begann. Ich hatte mir zwischenzeitlich eigene Gedanken gemacht, eine eigene Timeline, eine eigene Core-Story entwickelt, in die sogar andere Spielleiter eingestiegen sind. Das “Hausregel”-Buch war schließlich irgendwann fast so dick, wie das Grundregelwerk und alles in allem waren wir mit “unserer” Variante sehr zufrieden, da sie unseren Style of Play in jeder Form unterstützte, was das Original eben so nicht zu leisten vermochte.

Das ist nicht verwunderlich. Was für die Kunstform-bedingten Unterschiede zwischen Buch und Film gilt, gilt auch für die variierenden Interpretationen einer vorgegebenen Spielumgebung, oder eines Regelsatzes. Ich wollte beim Erzählen etwas anderes erreichen, als der Schöpfer vorgesehen hatte, also passte ich kurzer Hand seine Schöpfung an meine Ideen an. Letzten Endes könnte man es als Sampling oder Mashup verstehen, da bereits vorhandenes Material auf neue Art abgemischt und verwendet wurde. Doch irgendwann war auch das nicht mehr genug.

Die Ideen, die ich im Kopf hatte – nicht nur bezüglich der Geschichten, welche ich erzählen wollte, sonder auch hinsichtlich der Regeln, die einen speziellen Style of Play ermöglichen sollten – forderten die Entwicklung eines eigenen Regelwerkes, dass im Lauf der Zeit überdies verschiedene Abwandlungen für unterschiedliche Settings erfahren hat. Ich nutze, sowohl als Spieler, wie auch als Meister gerne einen eher cineastischen Stil, der den Charakteren Raum für abgefahrene Stunts lässt, ohne dabei Realismus völlig aus dem Fokus zu verlieren. Haarsträubend abgefahrene Aktionen könne folglich abgefahrene Ergebnisse erzielen, oder aber haarsträubend schief gehen.

Das erzeugt Spannung und lässt mir trotzdem die Freiheit, manchmal das Schicksal ein wenig zu biegen, wenn die Geschichte es erfordert – oder ein Char trotzdem überleben soll. Das bedeutet einerseits, dass ich nicht unbedingt für alles einen ausgearbeiteten Lageplan brauche. Andererseits muss ich mir viel mehr Gedanken über all meine NSCs, ihre Motive und Pläne, sowie deren Interaktion mit dem Setting machen und auch darüber Buch führen. Mir macht es so Spaß und meine Spieler sind zumindest soweit ich das beurteilen kann auch zufrieden.

Das Gesagte wirft aber natürlich die Frage auf, wie es mit den Rollenspiel-Verlagen künftig weitergeht. Denn so wie Printjournalismus ist auch die Gestaltung von Rollenspielbüchern ein kostenaufwendiges Unterfangen, dem heute zum einen die mannigfaltigen Möglichkeiten des Selfpublishings gegenüber stehen und zum anderen die schier unerschöpflichen Inspirations-  und Recherchequellen des Internets. Ich habe das Gefühl, dass mein Lieblingshobby heute im Netz präsenter denn je ist. Man findet x verschiedene Menschen, die liebevolle Blogs, Foren etc. betreiben und sich über alle Aspekte des Spiels austauschen und vieles heutzutage selber machen, wofür man früher Bücher gekauft hat.

Einerseits ist das schön, denn es zeigt, das RolePlayingGames mitnichten tot sind – genauso wenig wie Cyberpunk! – andererseits bedeutet es, dass auch diese Branche sich ändern muss. Die klassischen Wege des Publizierens werden weiter schrumpfen und mit ihnen die eh schon kleine Branche. Und trotzdem werden wir noch viele Perlen finden, denn längst werden die besten, die innovativsten, die spannendsten Spiele von den Speielern selbst gemacht. in diesem Sinne: alway game on!

Randnotizen eines Erschöpften #03

Die Hitze hält an und mein geistige Hitze steigt, wenn ich mir unsere Gesundheitspolitik so anschaue. Herr Spahn, amtierender Minster für Gesundheit hat verschiedene Ideen vorgelegt, die allerdings für einen Praktiker wie Trostpflaster klingen. Anstatt eine Neukonzeption zu wagen, tatsächlich, wie überall sonst auch den Bürger in die Pflicht zu nehmen, die Beitragsaufkommen wieder zu solidarisieren  und die Verwaltungsapparate zu entschlacken, wird hier ein bisschen an einer Schraube gedreht und dort ein bisschen an einer Strippe gezogen. Dabei könnte es einfach sein, wenn man sich ein Herz nähme und nicht immer noch wie ein Pharmalobbyist handeln würde…

  • Einführung eines Faches Gesundheitskunde, spätestens ab der dritten Klasse mit einer Stunde Unterricht wöchentlich. Denn Kenntnisse über die Funktionen des eigenen Körpers und die Funktionen des Gesundheitswesens könnten die medizinische Selbstkompetenz der Bürger erheblich stärken. Die Hoffnung ist, dadurch die Zahl der unnötigen Leistungsinanspruchnahmen zu senken.
  • Die Medizinalfachberufe müssen gegenüber der Ärzteschaft gestärkt werden. Nur wenn sie in der Gesellschaft als eigenes Tätigkeitsfeld wahrgenommen werden, erfahren sie vielleicht auch angemessene Wertschätzung.
  • Überdies muss die Gehalts-Struktur überdacht werden.
  • Einführung einer solidarischen Krankenversicherung. Die gegenwärtige 2-Klassen-Medizin erzeugt finanzielle Anreize für Leistungserbringer, die zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen beitragen.
  • Begrenzung des Einflusses der Pharmalobby, verbesserte Steuerung der Ausgaben und Kosten/Nutzen-Bewertung für Pharmaka.
  •  Flächendeckende Einführung des Gemeinde-Notfallsanitäters oder der Gemeindeschwester als Gatekeeper für Notfalldienstleistungen.
  • Disposition der ärztlichen Vertretungsdienste durch integrierte Leitstellen nach bundeseinheitlichem Katalog.

Wenn ich länger darüber nachdächte, fielen mir bestimmt noch mehr Maßnahmen ein. Aber mit dem von mir genannten Katalog ließen sich viele Probleme, die gegenwärtig durch die Medien  geistern (wie etwa überfüllte Notaufnahmen, Hausärzte-Mangel in den ländlichen Räumen) zumindest dämpfen. Zweifelsfrei würde das am Anfang Geld kosten. Langfristig ließen sich Gesundheitsausgaben aber zumindest stabilisieren. Und es kann nicht sein, das Gesundheit – wie derzeit praktiziert – abgesehen von einigen kosmetischen Pflästerchen als Dienstleistung einfach dem Markt überlassen wird. Das verschärft die soziale Ungleichheit weit mehr, als irgendeine andere Unterlassung der aktuellen Politik. Dem muss m,an entschieden entgegen treten, bevor sich auch bei uns lange Schlangen vor den Notaufnahmen bilden.

Das Leid Kultur #02 – Heimat

Über Heimat ist vermutlich schon fast alles geschrieben. Insbesondere jetzt, da plötzlich alle scheinbar ein Interesse an dem Begriff entwickelt haben. Könnte natürlich daran liegen, dass viele – auch manche Politiker – immer noch dem irrigen Glauben anhängen, dass Heimat nur irgendwas mit Abgrenzung zu tun hat. Oh gewiss, es gibt abgegrenzte Gebiete, gemeinhin Nationen genannt, deren Einwohner zumindest einen halbwegs einenden Aspekt gemein haben; nämlich die Sprache. Doch schon hier hapert es bei der Einigkeit, insbesondere, wenn ein Niederbayer mit einem Sachsen spricht. Ortstypische Sprachidiome sind ja auch Teil von Kultur.

Wir lernen daraus, dass Sprache, von den meisten als wichtigster Aspekt einer eigenen Kultur verstanden, als Abgrenzungswerkzeug zumindest schwierig ist. Also gut, dann nehmen wir halt Grenzverläufe. Die wurden ja auch nicht nach Jahrhunderten des Krieges willkürlich entlang irgendwelcher geographischer Landmarken gezogen, die mit Zugehörigkeitsgefühl nicht immer was zu tun haben…oder? Nun sagen wir mal so, die Grenzen der Kurpfalz z. B. haben sich im Lauf der Jahrhunderte dauernd verändert. Man könnte jetzt sagen, dass ich ja damals die Raubritter dauernd um das Land geprügelt haben; nur welcher qualitative Unterschied besteht da zu heute, wenn man sich z.B. die russische Außenpolitik anschaut (Krim-Anexion und so)?

Sprache? Fail! Territorium? Fail! Bleibt also noch die Kultur… Nun dazu habe ich hier schon alles gesagt! Na dann versuchen wir Ethnizität? Nun ja, unser Grundgesetz ist da eindeutig, womit da ganz nebenbei auch gleich die Religionszugehörigkeit als Heimat-Kriterium ausscheidet! Nur für alle, die das immer noch nicht kapiert haben! Auch wenn der Heimat(Schutz)Minister ja genau deshalb so einen Bohei veranstaltet. Es geht um ethnisch und vor allem religiös motivierte Segregations-Bemühungen um „unsere schöne deutsche Heimat sauber zu halten“. Ich weiß nicht, ob er das tatsächlich je irgendwo so gesagt hat, aber alle anderen Äußerungen legen diesen Verdacht nahe. Und wenn’s auch nur in irgendeinem insignifikanten Dorffestzelt war.

Heimat als Kampfbegriff für politische Interessen, insbesondere solche vom nationalkonservativen Typus zu missbrauchen ist ekelerregend. Die Tatsache, dass Heimat für jeden Menschen etwas bedeutet, eine zutiefst emotionale Konnotation besitzt, uns an unsere Herkunft im allereinfachsten menschlichen Sinne gemahnt wird als Instrument genutzt, um negative Gefühle gegen Menschen von woanders zu schüren, indem man den Strohmann des Verlustes brennen lässt. „Die“ nehmen uns unsere Heimat weg. „Die“ sind böse. „Die“ müssen wir bekämpfen, egal wie. Flüchtlinge werden entmenschlicht, objektifiziert und dann gegen das gute Gefühl des Begriffes Heimat gestellt, wie die Schlange, die das Paradies auf den Kopf gestellt hat; und schon haben wir zumindest rhetorische Schützengräben ausgehoben und Waffen ausgeteilt.

Heimat ist, genau wie Kultur als Begriff hervorragend geeignet, von Rassisten missbraucht zu werden. Und wenn ich sehen muss, dass ein Bundesminister sich wie ein Kind freut, dass an seinem 69en zufällig 69 Menschen abgeschoben wurden, muss man sich schon fragen, wes Geistes Kind er denn ist? Letztlich könnte es mir egal sein, weil meine Definition von Heimat nichts mit Abgrenzung zu tun hat. Ich muss keine Unterschiede suchen, um meine Herkunft zu kennen. Ich muss keine Grenzen ziehen, um mich zu Hause zu fühlen. Ich muss niemandes Feind sein, um mein selbst zu kennen!

Was Heimat für mich bedeutet, definiere ich selber – oder besser gesagt, mein Leben definiert das durch mein Tun, mein Lassen und meinen Umgang für mich, so wie es auch mit der Kultur als Lebenspraxis ist. Und ich sehe dabei nicht die Notwendigkeit etwas oder jemand Fremdes als Antithese zu nutzen, an deren Anderssein ich mein eigenes Selbst definiere. Viele Menschen in unserem Lande scheinen jedoch das Bedürfnis zur Abgrenzung zu haben. Nur hat das nichts mit Heimat zu tun, sondern mit Ideologie. Oder besser Demagogie. Da ich mir aber von Demagogen nicht mein Leben diktieren lassen werde, haben alle Bemühungen um eine völkische Ideologie, im Moment auch Heimat genannt, keinen Wert, außer als abschreckendes Beispiel für Anfänge des Faschismus. Danke Herr Seehofer, dass Sie endlich mal Ihr wahres Antlitz zeigen. Und an alle Anderen: Heimat ist, was Ihr daraus macht, nicht was irgendwelche ewig Gestrigen dazu erklären. Habe fertig…

Das Leid Kultur #01

Immer dann, wenn sich andere Strategien erschöpft, als nutzlos oder überholt erwiesen haben, kommt wieder jemand daher und fängt an von Leitkultur. Ob es nun ein reaktionäres Punkte-Programm sei, wie bei Thomas de Maizière, oder der mysteriöse Masterplan unseres Heimat(Schutz)Ministers Seehofer; immer rekurrieren die Apologeten eines allzu statischen Kulturbildes auf den Begriff, der nie als Kampfbegriff, sondern als Erklärungsversuch für das Bild einer multi-ethnischen Gesellschaft, wie sie der Begriff-Schöpfer sehen will.

Obschon vermutlich durchaus mit eigenen Rassismus-Erfahrungen versehen, plädiert dieser für eine, zunächst auf ökonomischer Opportunität basierende Einwanderung nach Deutschland; und darauf, dass eine Leitkultur definiert werden müsse. Definiert? Wer definiert den bitteschön eine Kultur? Und vor allem: was ist Kultur?

Vielleicht sollte man sich der einfachen Tatsache erinnern, das Kultur zuerst und vor allem die gelebte Daseins-Praxis der in einem bestimmten Gebiet lebenden Menschen in all ihren Ausprägungen ist. Kunst ist Teil von Kultur. Kommerz ist Teil von Kultur. Arbeit ist Teil von Kultur. Freizeit ist Teil von Kultur. Und so, wie sich mit dem Zeitlauf, zumeist angeschoben durch technische oder soziale Veränderung, die gelebte Kultur-Praxis ändert, ändern sich auch ihre Ausdrücke.

Meine Photos zum Beispiel sind Ausdruck des in mir sozialisierten Ästhetik-Empfindens, welches ich mit vielen anderen Menschen teile. Damit ist es sowohl Ausdruck von gemeinsamer Kultur, aber auch meines ganz persönlichen Individualismus. Beides – das Individuum und seine soziale Umwelt – stehen in einem steten Dialog, der nicht einfach unterbrochen wird, wenn jemand anders etwas Neues, oder etwas Altes auf neue Weise tut.

Kultur ist damit ein sublimer Begriff für etwas, das wir alle an jedem Tag neu erschaffen. Ich bin Notfallsanitäter des frühen 21. Jahrhunderts. Müsste ich einem rein traditionell gedachten Kulturbegriff huldigen, wie es manche Politiker fordern, lebte ich vielleicht wie ein Feldscher im Großherzogtum Baden. Und ich habe lediglich eine vage Vorstellung davon, wie es da so lief.

Eine Leitkultur definieren zu wollen, deutet damit einen Machtanspruch über die gelebte Kultur-Praxis der Menschen in unserem Lande an; und damit den Wunsch mancher Politiker, auf wahrhaft fundamentale Weise bis in die persönlichsten Bereiche unseres Lebens vorzudringen, um uns Kultur-Praxis vorschreiben zu können. Dieses Ansinnen weise ich – als den Angriff auf meine im Grundgesetz verbrieften Bürgerrechte, als den man es verstehen sollte – auf’s aller schärfste zurück!

Meine Kultur-Praxis – oder besser, mein Denken und Schöpfen in kulturellen Bezügen – ist Teil dessen, was meine Persönlichkeit ausmacht. Und ich werde mir von niemandem – schon gar nicht diesem radikal-reaktionären Idioten Seehofer – vorschreiben lassen, was ich zu tun und zu denken habe. Allein der Gedanke, dass man Kultur festschreiben könne, ist dumm und kurzsichtig.

Wir können gerne darüber diskutieren, was ich mir unter “Heimat” vorstelle, oder was ich zum Thema Zuwanderung noch zu sagen hätte. Aber wir werden nicht über Leitkultur sprechen, denn die kann und darf es nicht geben! Wäre sie doch lediglich ein Instrument zur Vertretung des Machtanspruchs autoritär denkender Politiker. Schönen Tag noch.

Warum ich profane Architektur spannend finde…

Nun, weil sie dem Betrachter einen kritischen Blick abnötigt. Weil man sich immer wieder mit der Frage konfrontiert sieht, ob einem diese vollkommen profanen Bauwerke gefallen müssen, oder ob die bloße Notwendigkeit ihres Zweckes die Form der Darreichung rechtfertigt? Oder ob man dennoch wenigstens gewisse ästhetische Ansprüche hegen darf/muss?

Ich meine, dass die Auseinandersetzung mit unserer Umwelt auch bedeutet, dass wir solche Fragen stellen müssen. Weil unsere Umwelt unser Denken und unsere Empfindungen beeinflusst. Weil unsere Art zu leben durchaus auf den Prüfstand darf. Weil wir, wenn wir diese Entscheidung den Architekten der Industrie-Architektur überlassen einen Teil der Kontrolle über unser Dasein hergeben.

Ich gehe deswegen gerne nachts photographieren, weil einerseits zumeist weniger Menschen durch meine Motive latschen und weil ich die technischen Herausforderungen spannend finde. Ob ich diese angemessen meistere, darüber müssen andere urteilen.

In jedem Fall sollen Bilder nicht nur zum schauen, sondern auch zum Denken über das dargestellte und die Intentionen des Darstellenden anregen. Vielleicht muss ich doch mal über die Mythen des Alltages sprechen, die mich zu solchen Bildern animieren…

Randnotizen eines Erschöpften #02

Willenlose Hitze. Cerebralexsikkose – zumindest gefühlte – in Tateinheit mit hohem Workload ist nie gut für die Kreativität. Zumindest meine. Egal. Was ich zu sagen hätte, braucht diesmal vielleicht die Dauer des Gangs zur Toilette (Entschuldigung Reinhard Mey, für die Anleihe an “Gute Nacht, Freunde”). Wie dem auch sei: Özil. Scheiße gelaufen mit der WM. Abgekackt in der Vorrunde. Heimgefahren. Verdammt derdient, verdammt noch mal. Mir war’s Recht, denn ich hasse Fußball, aber die Nation… oh die Nation, die schäumt! Und Schuld hat natürlich: TADAA…der Ausländer. Der übrigens keiner ist.

Jetzt mal ehrlich: was Besseres fällt keinem ein? Man sucht nach einem Schuldigen in der Mannschaft? In “DER MANNSCHAFT”? Wenn überhaupt, dann ist dieser gesamte Sauhaufen von übersaturierten Schein-Idolen Schuld an der sportlichen Misere. Möglicherweise auch der so genannte (überflüssige) Mannschaftsmanager, der nichts weiter ist, als ein arroganter Luftsack. Oder der Trainer, der offenkundig sein Verfallsdatum des “immer weiter so” – genau wie viele Politiker – einfach überschritten hat.

Aber nein, anstatt sich mal hinzusetzen, kurz zu überlegen und dann vielleicht fundierte Entscheidungen zu treffen, hängt man durch die Hintertür den Özil. Für was eigentlich? Dafür, dass er nicht so doll gespielt hat? Tja, dann müsste man wohl fast die ganze Mannschaft tauschen. Oder dafür, dass er sich mit dem Erdogan hat fotografieren lassen und ihn als “mein Präsident” tituliert hat. Tja nun, auch wenn das jetzt keiner hören will, darf er politisch denken und sagen, was er möchte. Er ist Fußballer – kein Diplomat!

Er wurde in der Türkei geboren, weswegen er vollkommen legitimer Weise eine diesbzügliche Verbundenheit fühlen darf. Und dann ist Erdogan halt auch sein Präsident. Hätte DIE MANNSCHAFT nicht zufällig in der Vorrunde voll abgekackt, wäre das wahrscheinlich unter dem Teppich des Siegestaumels verschwunden. Aber so braucht man halt jemanden, auf den man einprügeln kann und schon kommen unsere braven Rassisten und Nazis zuverlässig aus allen Löcher gekrochen, wie die Kakerlaken, wenn das Licht ausgeht.

Ein Trauerspiel ist das mit diesem Land. In dem man braunes Pack noch nicht mal braunes Pack nennen darf, weil das politisch nicht korrekt ist. Ich scheiße auf political correctnes: Alle Arschlöcher, die jetzt auf den armen Özil einprügeln, weil sie sich nicht erklären können, das ein, vom Jogi zusammengewürfelter Haufen überbezahlter Kinder halt nicht automatisch eine Gewinner-Mannschaft ist und jetzt einen Ausländer als Sündenbock brauchen, sind verdammt noch mal dummes Rassisten-Pack. Ende!

Kapitalismus-Lamento

Es ist Karl-Marx-Jahr. Für sich betrachtet auch nichts anderes, als der Schnitzel-und-Blowjob-Tag, nur länger. Jedoch Anlass genug, sich mit dem Kapitalismus, wie wir ihn heute pflegen mal wieder auseinanderzusetzen. Macht ja niemals irgendjemand – abgesehen von Soziologen, Psychologen, Pädagogen und leider auch Betriebswirten. Der “Homo Oeconomicus” ist nämlich – sehr zu meinem Leidwesen – immer noch das bestimmende Leitbild unserer Zeit. So als wenn wir uns in unserer Lebensführung tatsächlich nur am Inhalt des Geldbeutels orientieren würden.

Fraglos erlegt uns die Begrenztheit dieses Inhaltes eine Begrenzung unseres Handlungsspielraumes auf. Nichtsdestotrotz spielen auch andere Motive eine Rolle. Interessant ist dabei, dass es einem nichtstofflichen Begriff angelastet wird, wenn wir uns an diesen Fesseln reiben. Zwänge die uns der Kapitalismus auferlegt. Der offenkundig junge Autor bringt dann auch den Sozialismus als Gegenentwurf ins Spiel, wofür er natürlich von den Kommentatoren sofort gepunished wird: denn den – fraglos auf Grund der menschlichen Natur – als gescheitert zu betrachtenden Staatssozialismus à la DDR möchte man keine Urständ feiern sehen.

Dass der Kapitalismus ebenso – fraglos auf Grund der menschlichen Natur – im Scheitern begriffen ist, wird dabei gerne und geflissentlich übersehen. Was kratzt es die Kommentatoren schon, dass ihr Wohlstand nur durch maßlose Ausbeutung schwächerer Glieder der globalen Verwertungsketten zu Stande kommt und dass dabei unsere Umwelt und damit auch unsere Zukunft irreversibel unter die Räder unserer Konsum-Gier kommen.

Analysieren wir jedoch die im Artikel thematisierten Zwänge etwas genauer, wird schnell klar, dass es sich dabei um – mit Verlaub – krasse Selbstverarsche handelt, oder um es etwas wissenschaftlicher zu beschreiben um das wirken kognitiver Verzerrungen, wie sie Daniel Kahnemann in der Prospect Theory beschreibt. Letztlich ist unsere Unterordnung unter die, angeblich auf den Prinzipien der Meritokratie basierende Gesellschaftsordnung nicht mehr als konditioniertes Gewohnheitshandeln. Wir werden von Kindesbeinen an darauf dressiert, zu glauben, dass es keine andere Art zu leben und zu wirtschaften neben dieser geben kann, die wir zu kennen glauben. Das dieses Wissen oft genug trügerisch ist, negieren wir dabei gerne.

Vielleicht waren die bisherigen Experimente in Sachen Sozialismus allesamt Fehlschläge; doch dass sind die Auswüchse des derzeitigen Kapitalismus für 99,99999% aller Menschen auch. Und nur auf Basis einiger problematischer Elemente eines Systems anzunehmen, dass das System insgesamt zu nichts Nutze ist, würde bedeuten, dass wir auch Autos, Computer, Flugzeuge und vor allem das Internet sofort ersatzlos abschaffen müssten. Schwer zu vermitteln!

Wir müssen einfach neue Wege denken und ausprobieren. Solidarität und gemeinsame Nutzung von Wirtschaftsgütern, nachhaltigerer Umgang mit Ressourcen und Energie und die Stärkung der sozialen Einheiten (Stichwort Kommunitarismus) sind dabei entscheidende Faktoren. Und die hat Marx durchaus schon angedacht. Vielleicht sollte man ihn doch mal lesen, anstatt ihn immer nur zu verfemen…? Schönen Tag noch.

Neue Wege gehen…?

Immer entlang der üblichen Pfade zu traben, gibt einem Sicherheit. Immer das Gleiche auf die gleiche Art zu tun, gibt einem Sicherheit. Es mit den gleichen Leuten zu tun, gibt einem noch mehr Sicherheit. Denn wir Menschen sind nun mal Gewohnheitstiere. Insbesondere, wenn es um unsere soziale Umwelt geht. Und auch unser Arbeitsplatz ist Teil unserer sozialen Umwelt; eigentlich sogar ein ziemlich wichtiger. Unter diesem Gesichtspunkt ist es also mehr als verständlich, wenn Menschen auf Veränderungen, die von außen an sie heran getragen werden nicht immer sehr positiv reagieren.

Man könnte jetzt lamentieren, dass manche Veränderungen nicht nur unnötig, sondern sogar schlicht blödsinnig sind. So wie zum Beispiel das Auftrennen des Rettungsdienstbereiches Rhein-Neckar, weil einfach keiner der Politiker nachgeben und damit gefühlt sein Gesicht verlieren will. Oder man erkennt, dass eben dieses Lamento nichts daran ändert, dass andere auf Basis von Sturheit und nicht von Fakten agieren; dann kann man auch einfach einen neuen Weg beschreiten.

Ich habe bislang kaum damit hinter dem Berg gehalten, dass ich die Trennung des Bereiches in Rhein-Neckar und Mannheim-Stadt für Kokolores halte. Dies ist auch immer noch der Fall. Kann man ja auch drüber schimpfen, was aber am Sachverhalt zunächst nichts zu ändern vermag. Also muss ich etwas an meiner Herangehensweise ändern, oder? Zumindest sehe ich das so. Aber welchen neuen Weg soll ich nun beschreiten?

Es gibt – wie immer – mehrere Optionen. Zum Beispiel könnte ich mich vom Publizieren zum handfesten Protest bewegen und anfangen, Politiker mit Eiern zu bewerfen. Geht immer und ist maximal mit einer Geldstrafe belegt. Oder ich fange wieder an, über Facebook mit Landespolitikern direkt zu diskutieren. Hat schon mal zum persönlichen Gespräch geführt, welches jedoch nichts zu bewirken vermochte, weil politische Beweggründe oft schwerer wiegen, als Sachgründe. Es wäre auch möglich, Hinz und Kunz mit Eingaben zu nerven, was allerdings sehr aufwendig ist und wenig Erfolg verspricht, da die Beteiligten des Debakels sich schon auf einen Modus Operandi verständigt haben.

Also bleibt mir nur gelebter Fatalismus; oder besser, mich anpassen. “Survival of the fittest” heißt allerdings nicht, wie oft angenommen “Überleben des Stärksten”, sondern “Überleben des am besten an die Bedingungen angepassten”. Und ich überlebe ganz sicher! Wenn ich nicht mehr auf einer Leitstelle arbeite(n muss), habe ich damit kein Problem; die durchschnittliche Qualität der Anrufe lässt mir diese Tätigkeit wenig attraktiv erscheinen und Ausbilden liegt mir eh mehr. Vielleicht biete ich mich als Ausbilder für ILS-Disponenten an.

Alles in allem stelle ich eine wachsende Gelassenheit an mir fest. Nicht mehr lange und es ist mir wirklich sch***egal, wohin dieser Zug fährt. Mal sehen, wer mich davon wieder abbringt…? So long.