What about happiness N°10 – what about “Erwachsen bilden”…?

„Auf niedrigem Niveau stabil“. Das ist ein Satz, den ich meinem Leben selbst schon häufiger gesagt habe. Meist im Zusammenhang mit Patienten, an deren Versorgung ich beteiligt gewesen war; Patienten, die unterdessen dem Tode näher gewesen waren, als dem Leben. Man trifft solche Fälle gelegentlich. Wenn man das allerdings als Antwort auf die Beschreibung der eigenen psychischen Befindlichkeiten hört, macht einen das hellhörig. Denn gerade fühlt es sich für mich eigentlich anders an. Wenn man irgendeinen Grund zum Nölen sucht, findet man ja immer was; insbesondere, da man mit über 50 morgens wenigstens ein paar Schmerzpunkte fühlen sollte, denn sonst ist man halt tot… Aber bin ich jetzt wirklich immer noch nur auf niedrigem Niveau? Ich weiß es nicht, denn ich kann mich nicht mehr erinnern, wie sich ein weitestgehend sorgenfreies Leben anfühlt. Das hatte ich zuletzt vermutlich mit Anfang bis Mitte 20. Seitdem hat sich vieles geändert. Ich bin meiner Sterblichkeit bewusster geworden, was allerdings bei zunehmendem Alter als normal betrachtet werden muss. Das Endgame kommt halt langsam, aber unweigerlich näher. Ich trage viel mehr Verantwortung als früher. Oder besser: ich bin mir dieser bewusster geworden. Ich habe mehrfach die Fragilität meiner wichtigsten Energieressource, nämlich meiner Kreativität erlebt. Anders gesagt, mir ist bewusst geworden, dass ich diese Ressource besser pflegen muss, ebenso, wie meinen Körper. Wenn man genau hinsieht, ist da also ein Muster: Bewusstsein. Und das Ironische daran ist, dass mich das alles nicht so stören würde, wenn ich ein dummer Mensch wäre. Dumme Menschen glauben an einfache Lösungen, suchen Schuldige anstatt Verbesserung und wählen Faschisten, weil die ihnen das befriedigende Gefühl vermitteln, die gute alte Zeit zurückbringen zu können, die es nie gegeben hat. Und die Macht, die Welt nach dem eigenen Bilde zu gestalten; wie rassistisch, misogyn und kleingeistig dieses auch immer sein mag. Ach, irgendwie klingt das verfickt armselig – dann bleibe ich doch lieber intelligent und depressiv.

Ich bin im Moment körperlich erschöpft, weil meine Physis nicht so mitmacht, wie ich mir das wünschen würde. Dagegen sind Bewegung, Medizin und weniger Futtern gewachsen. Aber meine Psyche? Es fühlt sich besser an als noch vor ein paar Wochen. Ich würde es jetzt nicht als Hochgefühl beschreiben, aber ich bin produktiv, performant und nehme mir trotzdem meine Freiräume, um nicht wieder zu schnell und zu heiß zu brennen. Das man manche Baustellen nicht von jetzt auf gleich erledigt bekommt, weiß ich und habe daher von Sprint auf Marathon umgeschaltet. Mit dem Ergebnis, dass sich fast alles weniger belastend anfühlt; außer die Arschlöcher bei der Arbeit, aber die kriege ich schon noch klein. Einzig mein Schlaf bereitet mir Sorge. Allerdings nicht unbedingt, weil ich nachts zu viel grübelnd wachliegen würde. Das passiert mir – wie so vielen anderen Menschen auch – durchaus halbwegs regelmäßig. Das durch den Job regelhaft erzwungene Frühaufstehen fickt mich jedoch wesentlich härter. Der Wecker und ich werden in diesem Leben definitiv keine Freunde mehr. Aber Dauer-Home-Office mit täglichem Ausschlafen würde mich wahrscheinlich irgendwann aus Ermangelung fester Strukturen auch wahnsinnig machen. Okay, wenn man alles zusammennimmt, ist es vielleicht kein hohes Niveau, aber ich möchte wenigstens darauf bestehen, dass es auch kein niedriges Niveau ist. Das anzuerkennen wäre nämlich auch nicht gut für meine Motivation. Immerhin spüre ich derzeit meine Kreativität ganz langsam, aber sicher wieder auf ein für mich normales Niveau zurückkehren. Und diese Entwicklung darf ich auf keinen Fall dämpfen, sonst geht’s wieder in die Abwärtsspirale.

Ich verspüre zwar immer noch keine gesteigerte Lust auf soziale Interaktion abseits dessen, was ich mir selbst aussuchen darf. Aber immerhin kann ich insbesondere im Lehrsaal trotzdem meine Aufgaben erfüllen, auch wenn das derzeit manchmal viel mehr Kraft kostet als gesund ist. Was mich dabei fasziniert, ist Folgendes: wenn ich merke, dass die Teilnehmenden mitziehen, in das Lernen einsteigen, vielleicht sogar Spaß haben, bin ich zwar am Ende auch gewissermaßen sozial erschöpft, aber trotzdem erfüllt. Erfüllt durch das Feedback und das gute Gefühl, Menschen etwas Sinnvolles mitgeben zu können. Gerade diese Woche habe ich neue Mentoren ausgebildet und da funktionierte das ganz ausgezeichnet. In den NotSan-Klassen kam dieses Gefühl in letzter Zeit nur selten auf, weil ich oft den Eindruck habe, dass die Schüler*innen den Unterricht wie ein Netflix-Abo (oder besser: Job-Flix-Abo) betrachten; sie erwarten anstrengungsfreies Infotainment, werden aber von mir gemeinerweise zum (Mit)Arbeiten aufgefordert und haben dann noch nicht mal die Möglichkeit, in eine andere Show zu wechseln, was manche offenkundig frustriert. Ich zweifle immer wieder daran, dass einigen von denen irgendjemand vorher gesagt hat, wie fordernd die Ausbildung sein würde… Was aber im Umkehrschluss bei mir zu Frustration führt, weil ich zugegebenermaßen keine Kraft und auch kein Interesse mehr habe, uninteressierten, undankbaren und oft auch unsozialen Kindern im Gewande erwachsener Menschen Wissen häppchenweise in den Mund legen zu müssen. Wer nicht lernwillig ist, keine Leistungsbereitschaft und kein Interesse zeigt, scored dann am Ende halt nicht. Ist nicht meine Schuld, wenn Azubioide sich allzu gerne in der Opferrolle sehen.

Ich würde gerne so manches an der Ausbildung ändern, aber auch als Schulleitung steht es mir nicht zu, Dinge zu tun, die so gesetzlich nicht vorgesehen sind. Wie etwa völlig andere Prüfungsmodalitäten (Stichwort „Portfoliobewertung“) oder generelle, zeit- und sachgemäße Änderungen des Curriculums. Und so muss ich mich immer wieder mit Dingen arrangieren, die ich nicht optimal, manchmal sogar regelrecht beschissen finde. Denn hier verbinden sich meine mentalen Befindlichkeiten und mein Job: an der Grenzfläche zwischen kreativen Gestaltungsmöglichkeiten und starren strukturellen wie auch organisatorischen Vorgaben von Staat, Mitbewerbern und Arbeitgeber. Mein inneres Kind würde gerne noch viele Methoden und Gadgets ausprobieren, spielerischer arbeiten, doch der erwachsene Anteil meiner Selbst (das ist übrigens der depressive Typ!) muss immerzu auf die Bremse drücken – auch weil er weiß, dass selbst das mächtigste pädagogische Feuerwerk den Job-Flix-Abonnenten im Publikum bestenfalls ein Schulterzucken und ein Resting-Bitch-Face entlocken würde. Denn das Problem mit dem Lernen liegt nicht auf meiner Seite! Nun, da ich das weiß, muss ich nochmals bekräftigen: ich stehe besser da als nur auf niedrigem Niveau stabil! Und DAS macht mich dann doch ein bisschen glücklich. Wir hören uns.

Auch als Podcast…

Die MUKENNS-Partei – Mit Uns Kommt Es Nicht Noch Schlimmer!

IDEE: eine Partei, welche sich den folgenden Prinzipien verpflichtet:

  • Ökologische Verantwortung: wir müssen die Frage beantworten, in was für einer Welt wir zukünftig leben wollen. Wir brauchen wirksame Maßnahmen für den Hitzefolgenschutz und gegen die fortwährende Klimaerwärmung mit den daraus folgenden Extremwetter-Ereignissen. Welche das sind, hängt von den anderen Prinzipien mittelbar und unmittelbar ab. Sicher ist aber, dass die fortwährende Verfeuerung fossiler Brennstoffe für Mobilität und Energiegewinnung KEINE Alternative für die Zukunft darstellt! Das bedeutet auch, dass wir uns damit abfinden müssen, dass unser individueller Energie- und Ressourcen- Verbrauch und damit unsere Reisereichweite kleiner werden müssen und sich unser Leben insgesamt verändern wird. Ohne diese Anpassungen geht es nicht! Parteien, die etwas anderes behaupten, lügen auf Kosten der Zukunft unserer Kinder!
  • Verminderung der sozialen Ungleichheit: es geht nicht ohne eine Veränderung / Anhebung der Vermögens- und Erschaftssteuern. Die Welt braucht keine Milliardäre, die mit ihrem Geld politische Gestaltungsmacht kaufen und dann nach Gutdünken darüber bestimmen, wer, bzw. ob überhaupt irgendjemand an ihrem Reichtum partizipieren darf. Entgegen den Legenden bedeutete dies NICHT, Leistung zu bestrafen. Und es beträfe auch nicht normal verdienende Mittelstandsfamilien. Hört endlich auf, Menschen in abhängiger Lohnarbeit zu erzählen, dass Vermögenssteuern sie ärmer machen würden – das ist unredlich! Hierrein fällt auch der Schutz der Arbeitnehmerrechte, welche insbesondere CDU/CSU (mit Hilfe der SPD) und AfD derzeit zu demontieren versuchen!
  • Keine Lobbyistenzugänge mehr: das Modell des Korporatismus ist in Deutschland zu einer ausschließlichen, ständigen Vertretung von reinen Wirtschaftsinteressen degeneriert! Gesellschaftliche Kreise abseits der besitzenden Eliten sowie ökologische, soziale und Gesundheits-Themen aus Sicht der Bürger*innen finden kaum noch politisches Gehör. Dies muss beendet werden. Ebenso müssen zukünftig alle Parlamentarier ihre Einkünfte vollumfänglich transparent offenlegen! Und schließlich müssen ALLE politischen Amtszeiten auf maximal zwei Legislaturperioden begrenzt werden! Das gilt auch für die Ämter innerhalb von MUKENNS!
  • Bessere allgemeine und berufliche Bildung: Zugang zu Bildung und den daraus zwingend resultierenden Lebens- und Teilhabe-Chancen ist ein Menschenrecht! Wir brauchen ein allgemeinbildendes Schulwesen, dass ALLEN Kindern die Entfaltung ihrer Potentiale und Talente ermöglicht, anstatt auch im frühen 21. Jhdt. immer noch nach preußischem Modell durch zwangsweise Einpassung in ein überkommenes Normenkorsett funktionierende Untertanen erzeugen zu wollen. Zur Erreichung dieses Ziels ist eine umfangreiche Ausweitung der Investitionen in Infrastruktur, Personalschlüssel und Pädagogenausbildung zwingend erforderlich. Dies betrifft auch die Qualifikation der Ausbilder*innen in den Berufsschulen, Berufsfachschulen und Ausbildungsbetrieben.
  • Medizinische Versorgung: Die Krankheit oder Verletzung eines Menschen darf kein Anlass für andere Menschen sein, damit Renditen erwirtschaften zu können. Die Kosten für Personal und Ressourcen müssen auskömmlich gedeckt sein und die Versorgung muss dort stattfinden, wo diese sinnvoll ist; dieser Ort heißt oft NICHT Krankenhaus. Das Gesundheitswesen muss Menschen gesund machen, bzw. gesund erhalten und darf nicht dem Zweck dienen, für Dritte Sharehoolder-Value zu erzeugen. Die hohe Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland muss verkleinert werden – dies spart Verwaltungskosten, die auf Grund unnötiger Mehrfachvorhaltung entstehen. Die Zahl der psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten – insbesondere der ambulanten – muss ausgebaut und auskömmlich finanziert werden.
  • Gesteuerte Zuwanderung: sich der Erkenntnis zu verschließen, dass unser Land nunmehr seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland ist, wäre dumm. Und volkswirtschaftlich ist eine konstante Immigration auf Grund der stagnierenden Geburtenraten auch notwendig. Bester Hebel für eine schnellere Integration in den hiesigen Arbeitsmarkt ist der verpflichtende zügige Erwerb hinreichender Sprachkenntnisse. Ohne diese sind alle weiteren Maßnahmen wirkungslos. Diese, wie derzeit praktiziert, dem – weitestgehend trotz privatwirtschaftlichen Betriebes unterfinanzierten – quartären Bildungssektor zu überlassen, produziert immer wieder schlechte Ergebnisse; diese Aufgabe muss in das allgemeinbildende Schulwesen integriert werden. Gleichwohl gilt es – abseits der bestehenden Regelungen zum Asyl für Verfolgte – sinnvolle Maßnahmen zur Kontrolle von Immigrations-Bewegungen zu ergreifen. Dabei sind Grenzkontrollen lediglich wirkungslose Symbolpolitik. Hierzu sind andere Ansätze notwendig, wie etwa das Trockenlegen der Schlepper-Kriminalität und neue Formen nicht-paternalistischer Entwicklungshilfe, um Emmigrationsanreize in den Herkunftsländern zu senken. Darüber, wie viel Einwanderung und “fremde Kultur” unser Land denn verkraften kann, braucht es allerdings einen neuen gesellschaftlichen Konsens.
  • Mehr Basis-Demokratie: das Modell des permanenten Bürgerdialoges, wie dieser in der Region Ostbelgien betrieben wird, könnte auch in Deutschland zumindest auf kommunaler und regionaler und Länder-Ebene eine Blaupause für mehr echte Bürgerbeteiligung sein, ebenso wie der vermehrte Einsatz von Plebisziten, wobei eine Festlegung des Quorums die jeweilige Wichtigkeit der Entscheidung per Menge Wahlberechtigter wiederspiegeln sollte. Inwieweit solche Modelle auch auf Bundesebene funktionieren können, muss umgehend Gegenstand einer wirklich ergebnisoffenen Prüfung werden.
  • Anti-imperialistische Außenpolitik: der Kontakt zu autokratischen Regimes muss auf den diplomatischen Austausch begrenzt werden; insbesondere gegenüber Russland. Hier dürfen wirtschaftliche Interessen in keinem Fall über die Notwendigkeiten der weiteren Eindämmung des um sich greifenden Imperialismus verschiedener Staaten gestellt werden! Hinweis: wiewohl das Existenzrecht des Staates Israel ausdrücklich bekräftigt wird und Antisemitismus, ebenso wie jegliche Form von Rassismus und Mysogynie innerhalb dieser Partei und ihrer Wähler*innen keinen Platz haben, muss Kritik an den Handlungen der israelischen Staatsführung, sofern diese sachlich vorgetragen wird, jederzeit möglich sein! Man kann seine historische Verantwortung duch die Schoa vollumfänglich anerkennen und einen gleichberechtigten Partner dennoch darauf hinweisen, dass er sich gerade außerhalb jeder völkerrechtlichen Legitimation bewegt. Antisemitismus und politischer Diskurs sind zwei unterschiedliche Dinge!
  • Säkulare Orientierung: MUKENNS bekennt sich zur strikten Trennung von Kirche und Staat, wobei “Kirche” hier jedwede Organisation eines Glaubensbekenntnisses inkludiert. Dabei gilt auch, dass alle nach wie vor gültigen Sonderrechte der in Deutschland tätigen christlichen Kirchenorganisationen auf den Prüfstand müssen.
  • Geschlechter-Gleichstellung: MUKENNS bekennt sich zur Gleichstellung von Frau, Mann und anderen biologisch wie sozial zugeschriebenen Geschlechtsidentitäten. Deren fortwährende Ungleichbehandlung abzubauen und idealerweise völlig aufzulösen, gehört damit zu ihren ausdrücklichen Zielen.

Dies ist eine weiter ausformulierte Schnapsidee, die neulich im Rahmen einer politischen Diskussion am Arbeitsplatz geboren wurde. Dass der Name nicht wirklich griffig ist, war von Anfang an Teil des Konzeptes. Doch aus dem eher satririsch motivierten Gedanken wird unterdessen eine fixe Idee, die zu verfolgen es vielleicht wert sein könnte. Insbesondere, wenn ich die skandierenden Faschos mit ihren Wahlergebnissen sehe… Was denkt ihr?

Auch als Podcast…

Quotes for a dirty old man reworked…

I’ve been dipping into Charles Bukowski again. He was a few years younger than I am now when he began to achieve a certain degree of literary success with his column “Notes of a Dirty Old Man.” Unconventional, violent, below the belt, sometimes taking a roundabout route to make a point – his stories were never easy reading! Sometimes they would meander through several subjects in a single sentence. I read him as a disillusioned humanist.

Which reminds me: isn’t it strange how we’re constantly trying to see ourselves through other people’s eyes, or through their particular lens? Being at peace with yourself, simply not giving a shit about what other people think every now and then, doing your own thing – that was never MY THING.

I mean, seriously, these days I have to make less of an effort to acknowledge bullshit with a shrug and a “Yeah, if you say so…”, intended to convey my at least partially benevolent indifference. The less close I am to someone, the easier it is to shrug it off. And then there are those moments when complete strangers manage to trigger me. For fuck’s sake…

Yes… this is AI. I know… I couldn’t constrain myself…

Presumably, there’s a particular breed of people who simply never get too old for a bit of good old-fashioned troublemaking. I think one aspect of this is having convictions. Incidentally, the difference between a conviction and a dogma, as I see it (mind you, I’m not claiming this to be universally applicable!), is that a conviction is based on insight and understanding, whereas a dogma is based on emotion. Another difference is that a conviction remains open to change in the light of new or different insights, while a dogma becomes increasingly impervious to facts.

There is, therefore, a distinction between defending a well-founded conviction – even vehemently and with considerable verbal force – and the largely empty rhetoric of dogmatism. And unfortunately, I can’t deny it: dogmatists trigger me time and again because they’re incapable of thinking beyond the limits of their own horizons. Even if you stood them on top of the Kalmit, instead of seeing the Upper Rhine Plain stretching out before them, all they’d see would be trees…

Another characteristic of the respectable old troublemaker (and troublemaking sisters are, of course, equally welcome!) is a restless mind. When you’re interested in too many things and spread your attention too widely, you sometimes inevitably end up in a state of unsatisfied arousal (speaking in purely platonic terms!), simply because a single human lifetime is far too short for so many interests. At least if you’re equipped with an average intellect.

What’s more, a restless mind makes you susceptible to all sorts of stupid shit, such as depression, because you simply experience things more intensely. I can’t really explain it, but it feels a bit like looking up into the sky on a dazzlingly bright summer’s day without sunglasses. There’s too much light! Like trying to listen to a bird in a crowded square. There’s too much noise! Like trying to focus on a single emotion while a demonstration is raging all around you. There are too many (negative) emotions. Sometimes, there’s simply too much of everything…

I’ve learned to live with it. And most of the time, it works out OK. Not always, but at least most of the time.

Sometimes, though, life is like reading Bukowski – there’s simply too much life crammed into life. And you can’t escape it, either, because the train keeps rolling, the machine demands to be fed, and everyone is waiting for you to do your fucking job. After all, you only have one job – to function, so that everything else can function too, because we all have to function together.

Is that what life is? Being reduced to a function? Doesn’t exactly sound like freedom.

I mean, objectively speaking, we live in one of the wealthiest, freest, safest, and best-organized countries on Earth. Sure, we have our problems too: social and economic inequality, structural racism, a lack of commitment to environmental protection, selfishness, narcissism, and a few other -isms – BUT, on average, we’re a damn sight better off than a very large percentage of the world’s population. (People always seem conveniently to forget just how well democracy can work whenever it suits the enemies of democracy.)

So what is it, then, that makes so many people so unhappy and dissatisfied?

On the one hand, there’s certainly that one major problem: inequality. Our system disproportionately favors guys like me. On the other hand, a kind of existential anxiety has spread throughout society. The increasing individualization and fragmentation of our society have placed more responsibility on the individual: “YOU have to figure out how to get YOUR life together all by yourself! Oh, and by the way – from now on, YOU have to do it even faster!”

The pressure is wearing people down.

To simply sit down at a typewriter with a beer, as Bukowski did back in ’68, and give the good Lord the middle finger, at least in literary terms, is a luxury hardly anyone can afford these days. Instead, we have to achieve more and more just to be able to afford the things we’re supposed to be able to afford.

The treadmill of turbo-capitalism.

That’s what’s fucking me harder and harder (pardon my French)!

I love my work as a school principal, as a lecturer, as a project developer, as a mentor – but even here, there’s this constant pressure to produce results. And the measurability of what I do simply cannot be assessed in monthly financial statements; it can only REALLY be judged over the course of several years. For the people from the distant realm of Fiscalia (the controllers), that’s a nightmare!

And yet, much to my own surprise, I’m becoming more and more of a businessman myself.

Nevertheless, I’m still searching, almost desperately, for a way to reconcile the creative dreamer within me with the workhorse bound to the demands of reality.

Anyone got any advice for me…?

Auch als Podcast…

New Work N°27 – oldschool workethics…?

Ich nehme wahr, dass eine nicht unerhebliche Zahl an Artikeln in den Medien um die immergleichen Themen kreist: ist die Gen Z fauler, als andere Alterskohorten vor ihr? Und meine Standardantwort lautet: NEIN! Allerdings ist eine gewisse Differenzierung von Nöten, um zu verstehen, wie ich – allen Unkenrufen zum Trotze – zu dieser Einschätzung komme. Und es beginnt, wie so oft, mit den Lebensumständen, unter denen man vom Kindes- und Jugendalter in die Adoleszenz – und damit zumeist auch ins Erwerbsleben – übertritt. Wir Menschen neigen ja dazu, die eigenen Erfahrungen als allgemeingültig zu verabsolutieren; wenn man sich also auf eigene Erfahrungen beruft, oder noch besser auf “jemanden, den man kennt”, sind die daraufhin folgenden Ausführungen ziemlich häufig mit äußerster Vorsicht zu genießen, es sei denn der Autor der jeweiligen Worte lässt sich dazu herab, den anekdotischen Charakter seiner “Evidenz” ebenso öffentlich zu reflektieren. Wenn ich nun also kurz beschreibe, wie ich diesen Übergang erlebt habe, weiß ich, dass ich im Anschluss besser noch ein paar Fakten dazu tue. Ich wurde 1974 geboren (als eines von ca. 805.500 Kindern) und erlebte meine Kindheit und Jugend in relativer “Wahrnehmungs-Enge”, den es gab damals ein paar Fernsehkanäle, auf Papier gedruckte Zeitungen und ich musste erst 19 werden, bevor das World-Wide-Web in Deutschland zur privaten Nutzung freigegeben wurde. Man war zur Informationsbeschaffung, wie auch zur Weitergabe von eigenen Ergüssen auf Spezialisten angewiesen; wir waren nicht dauernd online, denn wir wussten damals noch nicht mal, was online dereinst sein würde! Mein Übergang ins Arbeitsleben bestand daher zunächst in Ferienjobs, die ich so ab 14 Jahren aufwärts erst von meinem Vater und später von meinem älteren Bruder vermittelt bekam. Maloche in der Produktion und als ungelernter Strippenzieher auf dem Bau. Meine Zivildienststelle habe ich mir dann selbst besorgt, nachdem ich auch meine Verweigerung selbst besorgt hatte. (ja 1992 wurde man noch gemustert und musste vor eine Kommission aus “grauen Herren” treten). Dieser Zivildienst zeigte mir ein völlig anderes Betätigungsfeld als das, in welches ich eigentlich hatte eintreten wollen (Verfahrenstechnik); ich verstand, dass ich – gegen alle Kapriolen meines Hirns – doch besser mit Menschen als mit Maschinen umgehen konnte. Blaulichtfahren war nur ein first incentive, der Rest passierte ganz anders.

Die direkt an den Zivildienst als Rettungssanitäter anschließende Rettungsassistenten-Ausbildung habe ich damals noch aus eigener Tasche bezahlt. Nach dem Aufbau-Lehrgang ging es in die klinischen Praktika und dann in eine betriebliche Anschlusslehrstelle, die man sich ebenfalls selbst besorgen musste. Man kann also sehen, dass es ein paar Hürden gab, die ich zu überwinden hatte, um überhaupt im Erwerbsleben richtig ankommen zu können. Das ist heute anders – zumindest in meinem Gewerk. Man bewirbt sich auf die angestrebte Lehrstelle und sofern man genommen wird, kümmern sich Betrieb und Berufsfachschule um alles Organisatorische. Man muss nur jeden Tag pünktlich erscheinen und seine eigene Motivation (und am Besten sein Hirn) mitbringen. Für meine Anschlusslehrstelle half mir wiederum Vitamin B: ich wusste, wen man anrufen konnte. Ich rief an. 75 Minuten nach einem dieser Anrufe saß ich in einem 60 KM entfernten Büro. 120 Minuten nach dem Anruf hatte ich einen Vertrag und bekam sogar ein Auszubildendengehalt – was damals für Rettungsassistenten im Praktikum NICHT überall üblich war! Für meine erste Festanstellung schrieb ich dann so 50 – 60 Bewerbungen, die man damals noch per Post verschickte und irgendwann (vielleicht) Antwort bekam. Ich landete bei einem Arbeitgeber, von dem ich mir sicher sein kann, dass mein zukünftiger Chef meinen ehemaligen Chef bei der HiOrg, in welcher ich meinen Zivildienst abgeleistet hatte mal eben informell gefragt hat, “ob der Kerl was taugt?” – BEVOR ich zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde. In einer Welt, in der noch ziemlich viele Andere mit mir um die Jobs konkurrierten (die extrem große Boomer-Generation war ja nur einen Tick vor mir unterwegs), weil die Wirtschaft nach der Wiedervereinigung 1990 ziemlich in der Krise steckte, gab es neben halbwegs guten Noten nur wenige Hebel, um an sichere Jobs zu kommen: Performance (erst schuften, dann verhandeln) Resilienz (auch mal runterschlucken, was einem gerade nicht passt) und Beziehungen (jemanden kennen, der jemanden kennt) verschafften einem einen guten Leumund, der einem zum Job verhalf.

Weil die Geburtenzahlen nach 1990 zu sinken begonnen hatten und heute auf deutlich niedrigerem Niveau stagnieren (2005 als letztes Gen-Z-Jahr kommt gerade mal noch auf knapp 686.000), ist die Zahl der Konkurrenten niedriger geworden. Demografie ist aber nur ein Aspekt. Die Entwicklung des Internets und speziell der sozialen Medien ist ein weiterer wirkmächtiger Faktor hinsichtlich der Sozialisierung junger Menschen. Unsere Fenster zur Welt sind VIEL, VIEL größer geworden. Unsere Möglichkeiten, sich mit Menschen von überall auf dem Globus auszutauschen sind – mit Blick aus dem Jahr 1993, als ich Abitur gemacht habe – unfassbar. Ebenso wie unsere Möglichkeiten, Informationen zu erhalten. Ich musste noch lernen, wie man mit einem Bibliotheks-Handapparat zur Recherche umgeht. Heutzutage werfe ich die Suchmaschine meiner Wahl an und bekomme in Sekunden (leider allzu häufig von LLMs schon kuratierte) Ergebnisse ausgespien, für deren mechanisches Zusammentragen ich früher Tage und Wochen der Recherche gebraucht hätte. Der Fluss der Informationen ist schneller. Allerdings ist auch die interessengeleitete Kuratierung der Informationsflüsse schneller geworden. Social Engineering durch Fake News, oder “alternative Fakten”, wie die rechten Trumpeltiere das zu nennen belieben, ist zu einer konstanten Bedrohung der Informationssicherheit geworden. In der Folge kursiert ein Mist im Netz, bzw. auf antisocial media, der sehr seltsame Blüten treibt. All das hat auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt, bzw. insbesondere auf junge Menschen, die gerade in dieser ankommen. Wir kommen jetzt in den Bereich wo die ersten Gen-Alphas demnächst in der Arbeitswelt ankommen, die keine Ahnung mehr haben, wie ‘n Wählscheibentelefon aussieht, oder welchen Wert es hat, dass das einmal auf Papier gedruckte Wort nicht mehr nachträglich verändert werden kann.

Ich bin groß geworden mit bestimmten Sicherheiten, in einer überschaubaren Welt mit leicht zu dekodierenden sozialen Standards. Als ich, gerade fertiger Rettungsassistent, meine erste Einarbeitungsschicht auf dem RTW bei meinem neuen Arbeitgeber fuhr, wurde ich morgens vom Kollegen mit den legendären Worten “Bischd du aach Assi?” begrüßt. Was so viel hieß wie “Fertig ausgebildet?”; aber auch “Bereit für diese Hood?” Ich sagte einfach “Hajo!” und damit war die Beer geschält! Heutzutage kommen die jungen Leute in einer Welt mit der Arbeit in Berührung, die nur noch wenige Sicherheiten oder gar Gewissheiten bietet. Und damit in ein Umfeld, dass einen noch höheren Konformitätsdruck erzeugt, als das früher für mich der Fall war. Du läufst heutzutage auf Schritt und Tritt Gefahr, von Taschenwanzen eingefangen und ins Netz gespieen zu werden. Egal was du tust. Und JEDE*R hat eine Meinung zu dem, was da auf dem Taschenwanzenbildschirm zu sehen ist. Von meinen “Missetaten” gibt es keine Videos – und das ist auch verdammt gut so! Die meisten jungen Leute sind nicht fauler, als andere Generationen vor ihnen; und die haben auch ihre Faulenzer hervorgebracht. Die jungen Leute sind jedoch aufmerksamer gegenüber dem Bullshit, der tendenziell an Arbeitsplätzen passiert. Sie sind, zumindest in den Branchen, in denen derzeit nach wie vor ein Arbeitnehmermarkt herrscht, eher bereit, aus dem, was sie als Bullshit empfinden Konsequenzen zu ziehen, oder Dinge für sich selbst einzufordern, weil sie den Hebel dazu haben. Und sie lassen sich weniger knechten, weil sie WISSEN, dass sie, egal wie sehr sie den Buckel krumm machen, nicht mehr dahin kommen können, wo Boomer und Gen-Xer hingekommen sind; außer sie erben eine nenneswerte Summe.

Ich muss meiner Absage an das 2.500 Jahre alte sokratische und platonische Diktum, dass die Jugend von heute “tyrannisch” wäre allerdings auch eine Prise Kritik an den jungen Menschen von heute beifügen. In einer Hinsicht sind nämlich manche, mit denen ich in der beruflichen Bildung arbeite tatsächlich fauler – nämlich, wenn es um das Verlassen der Komfortzone, also dass sich-selbst-um-etwas-bemühen geht. Ich stelle unterdessen häufig fest, dass für Aufgaben, die eigentlich dazu gedacht sind, dass die Schüler*innen sich mit einem Sachverhalt selbstständig und selbstTÄTIG auseinandersetzen sollen, LLMs zum Einsatz kommen, weil man halt keine Lust hat, sich mit dem Thema selbst auseinander zu setzen, oder aber ernsthaft glaubt, dass dazu das einmalige Durchlesen des, durch das LLM kuratierten Textes genügt. Selbst durchdenken? Fehlanzeige. Das zeigt sich dann oft genug auch in den Prüfungsleistungen. Wer sich früh angewöhnt, sich Fachwissen wirklich selbst zu erarbeiten, scored IMMER besser. Bei den anderen heißt es dann: Männer/Frauen wie wir – knapp bestanden mit vier… oder in einem halben Jahr wieder antreten. Und es ist nicht so, dass wir ihnen das nicht REGELMÄSSIG demonstrieren würden, dass die dauerhafte Nutzung von LLMs kurz- und mittelfristig zu SCHLECHTEREN kognitiven Leistungen führt. Da haben wir noch ein paar dicke Bretter zu bohren. Aber dass die jungen Leute generell faul wären, kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil bemerke ich bei nicht wenigen echte oldschool workethics. Und.. sie müssen sich ja auch nicht so ausbeuten lassen, wie das bei mir und vielen meiner Altersgenoss*innen der Fall war. Das Abendland wird jedenfalls nicht an der Gen Z oder der Gen Alpha untergehen. Wenn, dann schon eher an der ewiggestrigen Politik mancher Boomer, Gen-Xer und Millenials! In diesem Sinne – lasst euch auch in der neuen Woche nicht knechten. Der Fotzenfritz soll erst mal selbst einen ordentlichen Job hinkriegen…

Auch als Podcast…

Ein revolutionärer Akt…?

Einen Hügel auf verschlungenen Pfaden hinunter zu gehen, ist keine Revolution. Einen Hügel in einem Sessellift hinaufzufahren eigentlich auch nicht. Es sei denn, man hat wie ich Höhenangst und macht es trotzdem. Okay… der Begriff “Revolution” mag übertrieben sein; nennen wir es lieber ein Aufbegehren. Ein Aufbegehren gegen die eigenen Grenzen. Einen großen Schritt aus der eigenen Komfortzone hinaus in die wahre Welt, die sich einen Dreck darum schert, wie es uns gerade geht, ob wir immer noch im Rahmen definierter Parameter funktionieren können, oder ob wir einverstanden sind mit dem, was gerade rings um uns herum passiert. Manchmal braucht es ein Symbol, um begreifen zu können, dass wir all dem trotzdem nicht ausgeliefert sind. Dass unsere Taten – genauso wie unser Unterlassen – ihre Wirkung entfalten; nur bei weitem nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Für mich ist der Sessellift ein solches Symbol, weil er mich daran gemahnt, dass wir so gut wie immer die Wahl haben, uns unseren Ängsten zu stellen, anstatt unser Leben von Ihnen bestimmen zu lassen. Sich einer einzelnen Phobie zu stellen, mag für viele Menschen da draußen jetzt nicht nach irgendeinem Erfolg klingen, doch mich kostete es endlose Überwindung, aus der bloßen Idee eine Handlung zu generieren – und ohne die beste Ehefrau von allen, wäre ich unterwegs wahrscheinlich trotzdem schreiend aus dem Sessel gesprungen. Ich darf hier und jetzt versichern: das ist nicht passiert und wir sind hinterher ganz manierlich den Hügel wieder runterspaziert… okay, gefühlt eher gekraxelt, denn der Fußweg zu Tal war doch recht uneben. Keine Sprünge – keine Verletzungen.

Nun hat diese Handlung für mich Symbolcharakter gewonnen, die für die meisten Anderen keine nennenswerte Herausforderung darstellt, weil sie meine Angst nicht teilen. Aber was ist mit den Dingen, den Sachverhalten, die diesen anderen Menschen vermutlich Angst machen? Finden die den Mut, sich dem zu stellen? Haben die dabei auch Hilfe? Und was ist, wenn sie sich dem nicht stellen? Wird dann aus dem retrospektiv betrachtet doch leicht zu bezwingenden Hügel irgendwann ein unüberwindlicher Berg? Was ist, wenn wir gar nicht mehr nur über Ängste reden, sondern über Überzeugungen, die nicht aus Wissen, sondern im Gegenteil aus Gefühlen, Unwissen und vielleicht auch Manipulation entstanden sind? Und die dazu führen, dass man Menschen hasst, die einem objektiv betrachtet nichts getan haben? Ach… das ist doch ein viel zu weit hergeholtes Gedankenspiel. Kann man sich ja gar nicht ausmalen, dass Menschen lieber nach jemandem suchen, den sie für ihre Situation beschuldigen und hassen können, anstatt nach Lösungen für die Probleme zu suchen, die ihnen derzeit subjektiv das Leben sauer machen. Es ist doch vollkommen unrealistisch, dass Menschen sich derart von ihren Ängsten und Vorurteilen vereinnahmen lassen, dass es ihnen nicht mehr möglich ist, zu erkennen, dass das Gegenüber auch nur ein Mensch ist, der lediglich nach einem Weg durch dieses miese Spiel namens Leben sucht…? Im krassen Gegensatz zu mir begreifen diese Menschen es vermutlich als revolutionären Akt, ihren blinden Hass auf einen Wahlzettel zu erbrechen, anstatt sich die Frage zu stellen, ob es nicht vielleicht doch sinnvoll sein könnte, sich mit den tatsächlichen Problemen unserer Zeit wie dem Klimawandel, den Hitzeschäden und unseren gesamtgesellschaftlichen Antworten darauf zu befassen, anstatt dem Gefühl nachzugeben, dass wenn ich jemanden wähle, der mir die 30er des vergangenen Jahrhunderts verspricht, ich die “gute alte Zeit” zurückbekomme, in der alles einfacher war…?

Es gab und gibt keine “gute alte Zeit”. Und dereinst wird man festgestellt haben, dass sich auch in der Zukunft keine “gute alte Zeit” verbarg. Man wird aber wissen, dass, wenn man seinen unreflektierten, unherausgeforderten Ängsten folgt und die 1930er wählt, man die 1930er bekommt – inklusive politischer Säuberung, Jagd auf alle die anders aussehen, die Welt anders wahrnehmen, anders glauben, anders lieben. Wer die Diktatur wählt, weil seine Angst ihm angeblich den Weg zum klaren Denken versperrt, kann trotzdem nicht von der Schuld für das freigesprochen werden, was dann unausweichlich folgen wird. Sie – die AfD – haben es angekündigt. Sie wollen auf die Gräber der Anderen – die sie hassen wollen, weil sie sie einfach nicht verstehen können – pissen, auf diesen Gräbern tanzen. Gräbern, die sie selbst ausheben werden! Aber selbst, wenn es sich so anfühlt, als wenn die Angst manche unserer Taten diktieren müsste – wir haben IMMER die Wahl, ob wir der Angst nachgeben; oder ob wir uns unseren Ängsten stellen und versuchen, herauszufinden, ob das, was uns Angst macht denn wirklich so schlimm, so bedrohlich, so unmöglich aushaltbar ist? Um zu der Erkenntnis gelangen zu können, dass genau das NICHT der Fall ist. Es mag einem den Puls hochtreiben – aber sich dem auszusetzen, was einem Angst macht, oder was einem nicht passt führt eigentlich immer dazu, dass man sich selbst etwas eingestehen muss, nämlich die Begrenztheit der eigenen Wahrnehmung. Es gibt immer mehr zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu erfahren, zu verstehen. Wenn man es nur zulässt. Denjenigen, die noch unentschlossen sind sage ich Folgendes: Tut mir einen Gefallen morgen und macht euer Kreuz nicht bei den Blauen, weil ihr euch vor etwas Unbekanntem fürchtet oder etwas Neues nicht versteht! Dafür gibt es bessere Lösungen. Wir hören uns bald wieder.

Und denen, die so oder so die AfD wählen, weil sie davon überzeugt sind, die neuen Herrenmenschen zu sein: fahrt zur Hölle, dreckiges Faschistenpack und nehmt dabei alles mit, was auch nur im Entferntesten an euch erinnert! Hass gebiert Hass – Gewalt gebiert Gewalt. Wir werden euch jagen, denn mit den Intoleranten kann es KEINE Toleranz geben!

Auch als Podcast…

Die Verjogginghosung der Welt…?

“Kleider machen Leute”. Die gleichnamige Novelle von Gottfried Keller war in den 1980ern in der gymnasialen Mittelstufe eines der Bücher, welche wir im Deutschunterricht gelesen und interpretiert haben. Keine Ahnung, ob das heute auch noch so ist; und wenn wir ehrlich sind, muss man in der Schule auch nicht die gleichen Bücher lesen wie früher, nur weil “man das schon immer so gemacht hat”. Diese oberdummen Worte sind IMMER das schlechtest denkbare Argument, weil sie signalisieren, dass man zu den neuen Themen der jeweiligen Zeit nichts Neues mehr zu sagen hat. Jedenfalls weiß ich, dass sich seit damals in mir immer mehr Wiederstand gegen Kleidungskonventionen gebildet hat. Ich verstehe bis heute nicht, warum wir immer noch so zwischen white-collar und blue-collar-workern unterscheiden, um so zu tun, als wenn die einen mehr wert wären, als die anderen. Was für ein BULLSHIT! Zudem die schlimmsten Verbrecher IMMER Anzug tragen! Ne, ne, bleib mir mit diesem Mist vom Halse. Wenn ich einen Anzug und – Gott behüte – sogar einen Binder trage, dann tue ich das an zwei Tagen im Jahr, nämlich um den jungen Leuten im mündlichen Staatsexamen meinen Respekt für ihre Leistung zu bekunden und die Bedeutung des Tages zu markieren. Im sonstigen Geschäftsleben interessieren mich solche Äußerlichkeiten nicht. Weil es eben nur Äußerlichkeiten sind. Andere Menschen dürfen das gerne anders sehen und anders halten – sie sollten mir nur besser nicht mit irgendwelchen Vorträgen kommen, sowas löst bei mir nämlich Beißreflexe aus. Tatsächlich empfinde ich die Kleidungskonventionen im Geschäftsleben oft eher als Bigotterie, weil das, was nach Außen getragen wird und das, was innen passiert in keiner Weise zusammenpassen. Ein intrigantes Arschloch bleibt auch im feinsten Zwirn ein intrigantes Arschloch. Und ich habe schon so einige kennengelernt, gerade letzhin kamen wieder welche dazu…

Nun las ich heute etwas darüber, dass viele Menschen heutzutage die Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatleben zusehends optisch auflösen würden, weil sie unterdessen in Klamotten vor die Tür gingen, die man früher bestenfalls noch zum Sport getragen hätte, die aber eigentlich der heimischen Couch vorbehalten bleiben sollten. Karl Lagerfeld soll ja mal gesagt haben, dass jemand, der Jogginghosen trüge die Kontrolle über sein Leben verloren hätte. Das kam natürlich von einem Snob reinsten Wassers, dessen Exzentrizität gegen Ende eher seltsame Blüten trieb und den ich auf Grund seiner Entrücktheit von der echten, realen Welt kaum jemals ernst nehmen konnte. In dem Text (nun eigentlich war es ein Insta-Reel) wurde über die psychologische Wirkung gesprochen, die es nach innen und außen habe, immerzu und überall über-legere Sportbekleidung zu tragen; nämlich dass es nur noch um Bequemlichkeit ginge, dass man keine Anstrengung mehr unternehmen, keine Haltung mehr zeigen müssen wolle – gleichzeitig aber als aktiv gelesen werden wolle. Dass es zudem zeige, dass sich das Private und das Öffentliche, aber auch das Private und die Arbeit zusehends entgrenzen. Ich halte das ganz grundlegend für Quatsch. Ich denke, dass die Allermeisten, die so rumlaufen sich schlicht entweder gar keine Gedanken über ihre Bekleidungswahl machen oder aber Sportbekleidung als eine Art uniformen Trend des frühen 21. Jahrhunderts wahrnehmen und – wie so oft – einfach nur rumrennen wie der Rest. Ob sie darin dann appetitlich (also als aktiv und attraktiv gelesen) aussehen und das eventuell auch Teil eines Designs ist, mag von Fall zu Fall so sein – oder auch nicht. Und im Übrigen übersieht die Autorin völlig, dass es teils erhebliche Unterschiede zwischen Ländern gibt, so dass diese “Zeitdiagnose” einfach vollkommen ins Leere läuft. An der Kleidung ablesen zu wollen, inwieweit jemand für sich selbst das Öffentliche und das Private entgrenzt hat, ist ungefähr so wirksam, wie ein Persönlichkeitstest in der “Brigitte”.

Das, was manche Menschen heute als modische Entgleisung wahrnehmen und dann stets wahlweise den Untergang des Abendlandes oder den völligen Verlust unserer “Laitkoltur” heraufbeschwören, beruht auf der ungerechtfertigten Verabsolutierung überkommener Konventionen eines vergangenen Zeitalters. Kultur ist ein Prozess. Und es wäre ungemein wohltuend, wenn manche Menschoiden das endlich zur Kenntnis nähmen. Was nun mich betrifft, so trage ich zwar auch eher nur zu Hause überaus sportive Kleidung. Schlicht, weil ich nicht sehr sportiv bin und mich nicht unbedingt lächerlich machen möchte. Aber wie andere Menschen ansonsten herumlaufen und ob das reflektiert passiert, oder doch eher dem Umstand zu verdanken ist, dass gerade nix anderes zur Hand war… pft… who cares? Man sollte sich eh überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, nur dann über Menschen zu urteilen, wenn man sie gut genug kennengelernt hat, um sich überhaupt ein Urteil zu bilden. Getreu den Worten von Lemmy Kilmister, der sinngemäß mal gesagt hat, dass er absolut nicht verstehen könne, wie man jemanden aus einer Entfernung von einer halben Meile hassen könne. Denn solche “Zeitdiagnosen” werden recht rasch zu Werturteilen; und Werturteile benutzt man gerne, um Dichotomien zu schaffen, auf deren Basis (WIR vs. DIE) dann Ausgrenzung, Homophobie, Rassisimus, Mysogynie und der ganze andere Faschistenquatsch entstehen. Sprache schafft Bewusstsein! Kleidung schafft einfach nur, dass man nicht nackig in der Gegend rumlaufen muss. Denkt mal drüber nach Nachbarn. Schönen Samstag.

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Bienvenue au pays cathare N°18 – Würde?

Ich bekam die Tage in meine Insta-Timeline ein Reel gespült, in welchem die Frage erörtert wurde, in wie weit sich die im EEG messbare Hirnaktivität verändert, wenn man Probanden eine nicht ganz triviale Aufgabe gibt – schreibe einen Essay über ein vorgegebenes Thema – und die Gruppen dann einteilt in a) dürfen ein LLM (hier ChatGPT) benutzen, b) dürfen eine Suchmaschine benutzen, c) dürfen nur ihr Hirn benutzen. Dem Reel zugrunde liegt eine Studie, welche vom MIT Media Lab (Juni 2025 – Preprint) durchgeführt wurde, die allerdings noch nicht verallgemeinerbar ist, weil die Zahl der Probanden gering war (n=54). Hierbei ist dennoch festzustellen, dass die Nutzung von LLMs im gegebenen Setting zu deutlich verminderter Hinrnaktivität während der Bearbeitung führt. Dies ist durch das Cognitive Offloading (also die Lastverminderung durch Auslagern von Aufgaben) zu erklären. Aber nicht nur dass – die kognitive Leistungsfähigkeit bleibt auch danach eingeschränkt. Diese sogenannte Cognitive Debt als Langzeitfolge der wiederholten LLM-Nutzung wirft die Frage auf, welchen Wert diese Algorithmen für uns überhaupt haben können, wenn unsere eigene kognitive Leistungsfähigkeit unter der Nutzung leidet? Für mich jedoch noch viel relevanter ist folgender Gedanke: wenn wir Denkaufgaben an Algorithmen auslagern, geben wir einen der bedeutendsten Aspekte des Menschseins ab: nämlich bewusstes Beobachten, Wahrnehmen, Kenntnisabgleich, Einordnen, situative Handlungsadaption, heuristische Prädiktion, moralisches Werturteil, etc. – kurz gesagt, all das, dessen mögliche Tiefe und Komplexität unsere kognitiven Fähigkeiten von denen aller anderen Säugetiere wesentlich unterscheidet. Ich muss an dieser Stelle etwas ausholen, um die Folgen klar darstellen zu können.

Gehen wir einen Schritt weiter. “Die Würde des Menschen ist unantastbar”. Art. 1, Abs. 1 unseres GG lautet genau deshalb so, weil nie wieder Menschen objektifiziert, also zu Dingen degradiert werden sollten, um sie wie Dinge behandeln zu können. Ja, ich rede natürlich von den Nazis und vom Holocaust. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hatten 1948 sehr genau verstanden, was hier passiert war; nämlich, dass man Menschen zu Dingen erklärt und ihnen damit die Menschenrechte abgesprochen hatte, um sie ohne Hemmungen zu Millionen töten zu können. Und genau eine Wiederholung dessen sollte das Grundgesetz verunmöglichen (auch wenn wir heute wieder dreckige, blaubraune Faschos unter uns haben, die sich nicht darum scheren, dass alle Menschen gleich sind)! Die somit zumindest bei uns in Deutschland als Subjekt-Qualität von Verfassungsrang geschützte Würde des Menschen ist allerdings untrennbar mit seinem Bewusstsein und seiner Fähigkeit zum moralischen Werturteil verbunden. Lagere ich nun meine Denkprozesse an eine Maschine aus, hat das aus meiner Sicht mehrere Konsequenzen zur Folge: (A) ich beraube mich, indem ich eine meine ureigensten Aufgaben und Privilegien an die Maschine delegriere, selbst meiner Menschenwürde. Denn es ist ein evolutionäres Privileg, über derartig weitreichende kognitive Fähigkeiten zu verfügen, aus dem jedoch auch die Verantwortung erwächst, sich derselben umfänglich zu bedienen, also denkend das Schicksal zu bezwingen. “Sapere Aude!” – “Wage es, weise zu sein!” Horaz schrieb es, Kant hat es zitiert. Wenn ich das ohne jede Not weggebe, beschneide ich mich selbst als Mensch! (B) und das ist noch wesentlich weitreichender, werfe ich die Frage auf, ob eine Maschine menschliche Qualität haben kann, bzw. haben darf, wenn ich denn zumindest Teile meiner Würde auf sie delegiere? Die Büchse der Pandora ist offen – und noch sehe ich nicht die (neue) Hoffnung, welche ja als letztes aus dieser Büchse entfliehen soll… Wo ist die Grenze, da ein menschengemachter Algorithmus – alle juristischen, moralischen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen, etc. Folgen inclusive – zu einer Person wird? Schließlich, aber nicht letztlich, da dies hier lediglich ein Denkanstoß sein kann… (C) was macht das alles am Ende des Tages mit uns Menschen? Werden wir wirklich weniger Würde haben, als zuvor? Wird uns die Entlastung am Ende doch bereichern? Wie wollen wir uns selbst sehen? Werden wir uns in unserem Denken und Handeln alsbald den Algorithmen nähern und irgendwann völlig dehumanisiert?

Ich will ehrlich sein: mir graut vor einer Welt, in der einst ein Algorithmus – ein bloßes, von Mathematik getriebenes Machwerk von Menschenhand – vor Gericht wegen irgendwas gegen irgendeinen Menschen klagen kann. Ich habe Angst, dass wir uns selbst in der Folge der Renditegläubigkeit und des Effizienzgefasels der Techbros – mehr Marketing-Gag als Realität – auf statistische Berechnungen verlassen, die unser Vertrauen nicht verdient haben, weil sie uns als Menschen kleiner, weniger, dümmer machen; und wahrscheinlich auch weniger human. Unser nächster evolutionärer Schritt zeigt meines Erachtens im Moment in die völlig falsche Richtung und dennoch versuchen so viele gerade verzweifelt, ein Ticket für diesen Zug nach nirgendwo zu bekommen, weil sie glauben, das wäre der nächste heiße Scheiß auf ihrem Weg zu Glück und Reichtum; wobei Kapitalisten die beiden Begriffe ja gerne gleichsetzen. Ich war und bin definitiv kein Luddit. Doch die Art und Weise, wie wir heute mit LLMs umgehen, sie zu benutzen glauben, während wir sie nur weiter füttern, damit sie noch mehr AI-Slop erzeugen und ihre Besitzer noch reicher machen können – in der fatalen Annahme, dass sei schon KI – gereicht nicht zu unserem Vorteil, sondern zu unserer weiteren kognitiven Verarmung. Und das will und werde ich nicht hinnehmen. Dieser Text wurde übrigens, wenn auch mit ein wenig Suchmaschinenhilfe, von einem Menschen erzeugt. Einem Menschen, der morgen, den Kopf voller Gedanken, das Herz erfüllt von ein bisschen Wehmut aber auch Vorfreude auf etwas weniger Hitze, die erste Etappe des Rückwegs aus den Pyrenées-Orientales antreten wird. Daher heißt es morgen früh Au revoir Tautavel. Auf nach Hause… wenn auch mit einem Schlenker über die Rhône-Alpes. Wir lesen uns.

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Bienvenue au pays cathare N°17 – Der alternde Zocker und die KI

Ich schimpfe viel auf antisocial media. Dennoch – und das ist nicht bigott, sondern einfach unvermeidlich, wenn man um bestimmte News und Trends inner- wie außerhalb der eigenen Bubble wissen möchte – bin ich auch auf manchen Medien unterwegs. Häufig nur als Konsument, selten als Kommentator, weil mich viele Diskussionen einfach ermüden. Auch, oder sogar insbesondere, wenn es um mein Hobby N°1 geht. Ich rezipiere aber recht regelmäßig ein paar Channels aus der sogenannten D&D-Tube, deren Macher – als Content-Creator – viel näher an der Branche dran sind als ich, die immer wieder interessante Denkanstöße aufwerfen und deren Geschichten einfach gut erzählt sind. Ich selbst spiele kaum D&D, weil ich viele Regelaspekte ziemlich Banane finde, klaue jedoch gerne Ideen für meine eigenen Welten und Regelwerke. Und viele dieser Videos sind eh System-agnostisch. Ich halte es zudem für wertvoll, den eigenen Horizont nicht zu begrenzen. Na ja… wenn es um gutes altes Nerddom geht, war ich eh nie ein Kind von Traurigkeit: Es fing an mit der wachsenden Versessenheit auf Geschichte(n), angeregt durch die Büchersammlung meiner Eltern. Ich las Comics aller Art. Dann kam mein erster Computer dazu – natürlich ein C-64, ich war ja ein Kind der 80er. Ich habe mir darauf selbst ein bisschen Programmieren beigebracht (Basic, Assembler) und natürlich gezockt, was es damals gab. Dann kamen Romane aus allen Genres (Stephen Kings „Das letzte Gefecht“ habe ich an einem Wochenende weggeschwartet…). Ich habe die ganze Palette obskurer Filme der 80er gesehen (oft genug, ohne die FSK-Freigabe zu erfüllen) – und schließlich landete ich bei TTRPGs jedes erdenklichen Genres. Ich war immer ein Außenseiter, aber in der Clique von like-minded weirdos (und manchen, die es zumindest mal ausprobieren wollten) wurde ich rasch zu einer festen Größe. Aber auch nur dort…

Les Orgues d’Ille-sur-Têt – Departement Pyrenées-Orientales

Denn ich habe mich nie wirklich groß in die Diskussionen um bevorzugte Regelwerke und Mechaniken, um Spieler- und Spielleitertypen oder anderen Quatsch involviert. Ich segelte mal, als das noch neu war, auf ein paar Forenseiten rum. Aber ganz ehrlich… das Feedback war stets wenig hilfreich, da nicht wenige Leute dort viel zu sehr um sich selbst und das Vertreten ihrer eigenen Meinung kreisten, als das eine fruchtbare Diskussion hätte zustande kommen können (Stichwort: „Tanelorn“; gibt’s das dämliche Ding überhaupt noch?). Ich blieb stattdessen lieber Teil meiner eigenen kleinen Community (über die Zeit allerdings durchaus mit wechselnden Protagonisten). Schon deshalb, weil ich im Lauf der Jahre eine relativ klare Vorstellung davon entwickelt hatte, wie das alles funktionieren sollte. Und dann, weil ich von mir selbst genervt war, weil sich meine Ansprüche an das Spiel gewandelt hatten und weil ich durch einen echten und einen Spielleiter-Burnout gegangen war, landete ich schließlich in der D&D-Tube; und konnte einigen wirklich faszinierenden Channels beim Wachsen zusehen. War interessant und ein paar Leuten folge ich immer noch. Streams wie „Critical Role“ waren jedoch nie mein Ding (ich habe KEINE Episode komplett gesehen), weil es mir stets wie second-hand-gaming vorkam. Doch ich verstehe, dass genau das viele neuen Gamer ins Hobby geholt hat. SEHR VIELE! Und das ist auch gut so.

Unterdessen stelle ich fest, dass sich durch diese Einflüsse so manches in meiner Herangehensweise geändert hat. Nicht so offensichtlich beim Zocken an sich, wohl aber, wenn es um die Vorbereitung und mein Storytelling geht – und ja, ich kann die ganzen Honks aufjaulen hören, die sagen, dass die SL kein Storyteller ist, sondern nur ein Stichwortgeber und Schiedsrichter. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, was das ganze World- und Lore-Building ist, das es braucht, damit auf dieser Basis dann eure Geschichte entstehen kann? Ja, ist recht… In diesem Zusammenhang bin ich die Tage über ein Video gestolpert, welches Dadi von „Mystic Arts“ veröffentlicht hat. Er ruft dazu auf, keine KI mehr in den eigenen Games zu verwenden. In erster Linie geht es ihm um die Creator und Gamedesigner, welche mit Hilfe von KI, oder besser LLMs ihre künstlerischen Arbeitsprozesse abkürzen und so dem Konsumenten das klare Signal senden, dass es ihnen nur um den schnellen Dollar geht. Und da gehe ich mit; insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass es da draußen eine Menge sehr guter, sehr kreativer Künstler gibt, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen und jetzt immer mehr durch Chatbots wegrationalisiert werden, deren Fähigkeiten lediglich darauf beruhen, dass sich Firmen wie OpenAI all die, im Internet teils frei einsehbare Kunst von menschlichen Schöpfern widerrechtlich angeeignet und damit ihre Algorithmen trainiert haben. Bis zu einem Grad, der lediglich auf den ersten Blick brauchbare Ergebnisse erzeugt. Ich erkenne für mich nun: wenn ich etwa für ChatGPT bezahle, gebe ich damit dreckigen Dieben mein Geld für eine Dienstleistung, die zu einem erheblichen Teil auf der Verwendung gestohlenen Contents fusst. Und ich bin diesbezüglich immer noch mitschuldig.

Ich habe ChatGPT in den letzten Monaten neben ein paar beruflichen Aufgaben vor allem dafür benutzt, Grafiken für mein Hobby TTRPG zu erstellen. Niemals für eine, wie auch immer geartete, kommerzielle Verwendung. Aber z. B., für Illustrationen von Journalen jener Kampagnen, in denen ich mitspiele, oder ein kleines Hausregelwerk mit eigenem Setting an dem ich arbeite, sowie meine eigene Prep, da ich mittlerweile auch ein wenig mit digitalen Visualisierungen in meinen Präsenzsitzungen herumspiele. Und ich stelle gerade fest, dass ich damit an dieser letzten Grenze stehe, noch mehr AI-Slop ins Netz zu werfen. Die Probleme dabei sind a) der Energieverbrauch und die Naturressourcenverschwendung, welche LLMs mittlerweile erzeugen, b) der Ouroboros Internet, in dem AI-Slop jedweder Art (nicht nur grafisch) von den Algorithmen selbst rezipiert und als Quelle verwendet wird, womit die Maschinen auch den ungeprüften Mist, den sie selbst unweigerlich erzeugen, unaufhörlich regurgitieren, bis der reale Content-Tod eintritt und c) die digitale Demenz, welche ich mir selbst damit anerziehe. Ich kann nicht wirklich malen, aber lieber versuche ich, mir das auch noch beizubringen, als die Maschinen – und vor allem ihre Herren und Meister Tech-Bros – weiterhin zu füttern. Oder ich suche mir wieder menschliche Quellen für die Grafiken. Es gibt für all das in meinem Fall derzeit noch keine gute Lösung, denn ich muss ein paar meiner Workflows wieder komplett umstellen. Wobei ich sagen kann, dass ich die LLMs wenigstens nie für meine Regeln, Stories, NPCs etc. benutzt habe. Das ist alles stets menschliche Arbeit gewesen und wird es auch zukünftig bleiben. Aber es wird am Anfang ein Verzicht sein, denn ich habe diese Spielereien irgendwie liebgewonnen. Es gab mir das Gefühl, meinen Ideen auf eine weitere Art Ausdruck verleihen zu können. Aber wie eine deutsche Band mal so schön sang „…das ist alles nur geklaut!“ Und klauen möchte ich nicht. Denn am Ende soll meine eigene Kreativität zählen. In diesem Sinne – always game on, and better do it without AI…

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Bienvenue au pays cathare N°15 – …interpretierbar?

Was genau schenkt einem Frieden? Ich war heute morgen mit der besten Ehefrau von allen an einer echt bezaubernden Freibadestelle, ganz hier in der Nähe des Ortes, um ein wenig Erfrischung zu tanken, um den Vormittag abwechselnd im Wasser oder unter einem Baum sitzend zu verbringen und Fünfe gerade sein zu lassen. Das gelang beinahe beängstigend gut. Gleich zu Beginn unseres Aufenthaltes, als noch relativ wenig Menschen sich daran delektierten, es uns gleich zu tun, schwammen wir ein Stück in die schmale Schlucht. Man muss dazu wissen, dass es irgendwann über Felsen geht und hinten raus immer seichter wird, so dass man irgendwann neben einem winzigen Wasserfall im Bach sitzen und die beeindruckende Natur genießen kann. Rechts, wie links steil aufsteigende Felswände aus karstigem, nur wenig bewachsenem Kalkstein, wenige Dutzend Meter weiter öffnet sich das Tal etwas, bestanden von der ortstypischen Vegetation. Am Vormittag ist der Canyon noch schattig und das Wasser fließt glucksend an dir vorbei, weiter nach vorne, wo sich der Bach zu einem ca. 50 Meter durchmessenden Bassin öffnet. Von dort fließt das Wasser weiter über mehrere natürlich Stufen hinaus in jenes Tal, in welchem unser Urlaubsort liegt. Unter einem der alten Bäume, welche den Teich säumen, lagen unsere Badetücher und Rucksäcke. Und wir saßen da hinten im Schatten und schauten in die Landschaft. In dem Moment war mir so ziemlich alles egal, was in meinem Leben sonst so los ist, da waren für ein paar Augenblicke einfach nur der Canyon und ich; und natürlich die beste Ehefrau von allen. Aber ganz ehrlich – selbst, wenn sie nicht dagewesen wäre, hätte ich mich in dem Moment wahrhaft wohl gefühlt. Und weil ich es nicht einsehe, mein Smartphone zu riskieren, kam ich auch nicht in die Versuchung, das Ganze knipsen zu müssen. Denn bezüglich dieses zwanghaften Knipsens habe ich gerade einen ambivalenten Disput mit mir selbst…

Grau de Padern – Dèpartement Aude

Wir neigen dazu, solche positiven Erinnerungen einfangen zu wollen, ganz so, als wenn wir sie dadurch jederzeit und an jedem Ort noch einmal – idealer Weise auch noch Verlustfrei – wiederholen könnten. Aber das stimmt nicht. Die unüberwindbare Mauer der nächsten Sekunde macht diese Illusion unerbittlich zunichte. Was wir JETZT mit dem Druck auf den Auslöser einfangen, ist eine REPRÄSENTATION jenes OBJEKTES, das JETZT etwas in uns ausgelöst hat, weshalb wir es einfangen wollten. Beim späteren Betrachten der Bilder (also der Repräsentationen) passiert aber etwas in unserem Kopf – es entsteht nämlich jedes Mal eine neue INTERPRETATION dessen, was wir NUN sehen, basierend auf der Beziehung, welche wir GERADE zum repräsentierten Objekt einnehmen. Wir treten also immer wieder neu in eine Beziehung zu dem, was wir gesehen, gehört, erlebt haben; was die Idee, einen bestimmten Moment etwa mit Hilfe von Technik (etwa Foto- oder Videographie) dauerhaft konservieren zu wollen, doch ziemlich absurd erscheinen lässt. Was dabei alles auf die jeweilige Iteration der eben entstehenden Interpretation in unserem Kopf wirkt…? Nun, die Gesamtheit dessen, was wir gesehen, gehört, erlebt haben natürlich! Susan Sontag sagt, das wir uns eigentlich von der Interpretation verabschieden sollten. Sie sagt das zwar im Zusammenhang mit allen Formen der Kunst, aber kann Natur nicht auch Kunst sein; ist es nicht ein künstlerischer, ja nachgerade ein revolutionärer Akt, einfach mal zu sein und zu erleben, was rings um einen herum ist, ohne nach einem Sinn, einer Bedeutung, einem Zeichen suchen zu müssen? Denn nicht alles, was eine Form hat, bedarf notwenigerweise auch eines Inhaltes. Wir messen den Begiffen Bedeutungsinhalt- oder überschuss sowieso viel zu viel Bedeutung [;-)] bei und leben viel zu wenig HIER und JETZT.

“Diese Überbetonung des Inhaltsbegriffs bringt das ständige, nie erlahmende Streben nach Interpretation mit sich. Und umgekehrt festigt die Gewohnheit, sich dem Kunstwerk in interpretierener Absicht zu nähern, die Vorstellung, dass es tatsächlich so etwas wie den Inhalt eines Kunstwerkes gibt.”

Sontag, S. (2016), S. 10

Da saß ich also in diesem Canyon in diesem glucksenden Bach und war mit mir im Reinen. Für ein paar wenige Augenblicke war da sonst nichts, außer zu sein. Keine Pflichten, keine Sorgen, keine Deadlines, keine Idioten bei der Arbeit, keine Aufgaben, die man mir gibt, weil man mich scheitern sehen möchte… sondern einfach nur die (wahrhaft atemberaubende) Landschaft und ich. Das war Zweckfreiheit im besten und wahrsten Sinne. Etwas, dass ich viel zu selten erlebe. Jetzt, ein paar Stunden später sitze ich im Garten im Schatten der Maulbeerbäume und schreibe diese Zeilen. Hier und jetzt auf ein Bild oder gar ein Video dieses Ortes zu schauen, könnte nie dieselbe Wirkung haben, denn jetzt bin ich zwar immer noch zweckfrei (weil im Urlaub), aber schon wieder im gezielt kreativen Modus unterwegs; nämlich, indem ich den Menschen, die das hier rezipieren von meiner Erfahrung berichte. Das war keine Epiphanie, auch keine Vision, sondern einfach nur die – durchaus wohltuende – Wahrnehmung eines freien Menschsein-Dürfens. Dies ist keiner weiteren Interpretation bedürftig. Obschon ich mit der Hitze nach wie vor auf Kriegsfuß stehe und mir momentan dringlichst den Herbst herbei sehne, scheint mein Hirnkasten also noch nicht vollkommen dehydriert und durchaus noch zu differenzierten Wahrnehmungen, Empfindungen und Gedankengängen fähig zu sein. Gut so! Alles Weitere wird sich finden. Versucht, nicht zu schmelzen. Wir lesen uns.

  • Sontag, S. (2016): Standpunkt beziehen. Fünf Essays. 10. Auflage. Ditzingen, Philip Reclam Jun. Verlag.
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Bienvenue au pays cathare N°14 – Schatten unter der Sonne

Es ist immer wieder faszinierend, wie leicht man sich selbst in eine Abwärts-Spirale hinein denken, schreiben, leben kann; objektiv können die Dinge oft noch so schön, entspannend, faszinierend, inspirierend sein, doch du kannst es nicht fühlen. Das ist einer der Aspekte von Depression, den man Menschen nicht erklären kann, die diese Erfahrung nicht selbst gemacht haben. Man kann es den “Uneingeweihten” auch nicht zum Vorwurf machen, denn objektiv betrachtet ist es wesentlich besser, NICHT über diese Erfahrung zu verfügen. Nun ist es halt so, dass sich meine Gedanken manchmal auch dann in diese Richtung bewegen, wenn ich objektiv betrachtet eigentlich im Himmel sein müsste. Denn so ein Urlaub in den Pyrenées-Orientales bietet so ziemlich alles, was man sich nur wünschen kann. Höchst beeindruckende Landschaften, da ist innerhalb 50 KM Fahrtstrecke von Gebirge bis Meer alles dabei. Baden gehen in schattigen Felsenschluchten oder an den feinen Stränden des Mittelmeers. Kultur zum erwandern, anfassen, erleben. Egal ob eher geschichtsträchtig oder doch modern, man findet hier wirklich alles. Und natürlich das Essen. Denn egal, ob man nun einkaufen geht, um selbst zu kochen, oder sich im Restaurant verwöhnen lässt, der Gaumen findet hier seine Freude. Niemand will irgendwas von mir, keine tickende Uhr, die auf Termine hinweist, kein Druck von irgendwelchen Chefoiden; bestenfalls die Tochter und die beste Ehefrau von allen hegen gewisse Ansprüche. Und die sind hinreichend nah an meinen eigenen Bedürfnissen. Man sollte also meinen, dass alles gut ist. Doch diese Aufs und Abs in meiner Seele, die ich auch im Urlaub unterdessen immer wieder erlebe, sind für mich zu einem Marker dafür geworden, wie dringend ich etwas an meinem Leben ändern sollte. Ist das alles nicht einfach bloß Gejammer auf sehr hohem Niveau? Sagen wir mal so: nicht, wenn man gewisse Prinzipien hat.

La Plagette – Cap Leucate, Département Aude

Oh ja, ich kann es in meinem Hinterkopf hören: “Stell dich nicht so an!”, “Ach je, mal wieder die Schwermut des rotweinsaufenden Paukers!”, “Heul leise in dein Cassoulet!”, “Ich hätte auch gerne so einen Urlaub – kannst das nächste Mal die Reise ja verschenken, wenn du es nicht zu würdigen weißt!”, “Dann komm halt besser drauf!”. Ich sag mal so: fast 12 Monate Therapie, Journaling, Gespräche mit guten Freunden, gelegentliches Entgegenkommen durch meinen Arbeitgeber haben an der Situation in meinem Kopf bislang leider nur wenig verbessert. Ich weiß das, was ich habe und das was ich gerade tue SEHR zu schätzen. Ich habe auch lange und hart genug dafür gearbeitet, damit wir uns solche Dinge leisten können. Mittlerweile weiß ich außerdem, was ich eigentlich alles tun müsste; und die Dinge, die sich halbwegs zügig umsetzen lassen, setze ich auch um. Doch… der Hauptbrocken, nämlich meine stetig wachsende Unzufriedenheit im Job, der wird nicht besser vom Warten und Weiter-so. Doch alles hinschmeißen und weiterziehen ist nicht so einfach, wie manche Hoi-Dois da draußen das gerne darstellen. Und dann kommt auch noch dieser Idioten-Sommer dazu, der mir klar aufzeigt, dass es nicht 5 vor 12 ist, sondern 2 nach… und wir bestenfalls noch verhindern können, dass die Hölle uns alle schon demnächst verschlingt. Okay, okay, das war leicht übertrieben., denn es gibt tatsächlich so einiges, was wir noch tun können. Aber das alles kostet jemanden wie mich, der gerade nicht wirklich auf sich selbst klarkommt unfassbar viel Kraft. Denn es liegt mir fern, irgendjemanden im Stich zu lassen; selbst dann, wenn das bedeutet, dass ich noch mehr von der knappen und kostbaren Ressource meiner Energie darauf verwenden muss, Dinge am Laufen zu halten, die mich nicht unbedingt irgendetwas angehen müssten. Verdammich!

Le Font del Port Saint Hippolyte – L’Etang de Salses-Leucate, Département Pyrenées-Orientales

Ich bin weit davon entfernt, zu verzweifeln. Lediglich nachts, wenn Hitze und Schwüle des Tages derzeit nur sehr langsam weichen und ich mich fühle wie ein Braten im Sous-Vide-Garer, dann kommen, dem langsam im Ruhemodus versinkenden präfrontalen Cortex sei Dank die Gedanken, die Sorgen, die Zweifel – eben das ganze Rundum-Sorgenvoll-Paket. Wenn die Affektkontrolle schwindet, dann feiern unsere ungezügelten Emotionen Urständ. Ein Grund mehr, dass spätabendliches Saufen eigentlich keine gute Idee ist, betankt man sich dabei doch eh schon mit DEM Kontrollverlust-Nektar schlecht hin. Nun ja… hier ein kleiner Hinweis: ich trinke schon seit geraumer Zeit eher wenig Rotwein. Ist einfach nicht gut für meine Magenschleimhaut. So viel zum Rotweinsaufenden Pauker. Und wohin in Drei Teufels Namen führt das alles nun? Genau hier und jetzt ist es nicht mehr, als ein bisschen Ergo-Therapie. Gib deinem Frust einen Namen, eine Form und verbrenne ihn gedanklich oder symbolisch. Ritualisiere einen Abschluss mit den Dingen. Insofern ist mein Blog manchmal also auch so etwas wie eine digitale Voodoo-Puppe. Schade nur, dass meine Nadeln bislang kaum Wirkung zeigen. Was gesagt wird, hilft mir zwar, die Dinge klarer zu sehen. Doch an Struktur und Funktion meines Gehirns kann ich ebensowenig etwas ändern, wie an meiner generellen Unzufriedenheit mit bestimmten Aspekten meines Daseins – okay, meinem Job! Ich kann also nur an meinem Dasein etwas ändern und hoffen, dass die Unzufriedenheit dann abnimmt oder gar ganz verschwindet. Aber wer kann schon wissen, auf welchen grandiosen Mist sich meine CPU dann einschießt…? Wie dem auch sei, es ist heiß und schwül, es ist meistenteils sonnig und es ist Urlaub. Ich re-frame also meine Sicht auf die Dinge, kehre zurück in den Urlaubs-Modus und SCHEISSE auf alles, was mich unglücklich macht. Denn mein Cassoulet war definitiv nicht zum Weinen. Ebenso wenig wie unsere bisherigen Ausflüge. Die Gegend hier hat nämlich in jedem Fall meine positive Aufmerksamkeit verdient. In diesem Sinne… macht’s mal gut.

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