Man lernt ja nie aus, nicht wahr…?

Um ehrlich zu sein – mir brummt der Schädel. Nicht etwa, weil ich zu viel gesoffen hätte, sondern weil ich TIEF in die Materialien für mein Studium eingetaucht bin, um endlich mal ein paar Hausarbeiten abliefern zu können. Irgendwann möchte man ja mal fertig werden mit dem Master. Denn um ehrlich zu sein, habe ich es im letzten Jahr schleifen lassen. Ich könnte dafür verschiedene Entschuldigungen heranziehen: häufiges Sodbrennen wegen unmäßigem Pasta- und Rotwein-Konsum zum Beispiel? Oder den subjektiven Rückgang der Eulenpopulation im Waldpark? Vielleicht auch mein gelegentliches Spielbedürfnis, dann in Verbindung mit chronifizierender Prokrastinistis? Oder meinen unbändigen Wunsch nach häufigerem Spazierengehen (allerdings nicht Montags Abends – diese Unterstellung verbitte ich mir!)? Falls das irgendjemandem unglaubwürdig vorkommt – mir auch! Aber suchen wir nicht alle gelegentlich nach faulen Ausreden…

…sehr gute Lektüre!

Nun habe ich mich jedenfalls aufgerafft, um den Rückstand aufzuarbeiten; zumindest bis auf die Couch in meinem Arbeitszimmer bin ich dabei gekommen, im gelegentlichen Wechsel mit meinem Bürostuhl am Schreibtisch (hey, ich habe heute sogar stehend gearbeitet, YIPPIE!); will heißen, ich habe meine Nase in Skripten, und Büchern und Webseiten versenkt, gelesen, nachgedacht, Fragen beantwortet – und die Antworten danach noch mal redigiert. Ich würde das ja als Arbeit bezeichnen. IN. MEINER. FREIZEIT! Aber ich wollte es ja so, rumjammern ist also nicht erlaubt! Zudem habe ich bei meinen Bemühungen mehrere Beobachtungen gemacht, die mich durchaus positiv stimmen. Immerhin muss man sich ja an irgendwas hochziehen, um nicht die Motivation zu verlieren. Und gestern Abend habe ich mir auch eine Pause gegönnt und ein wenig Pen’n’Paper gespielleitet. Falls jemand fragen möchte: JA, das ist für mich entspannend. Zumindest in der derzeitigen Konstellation. Aber dazu erzähle ich evtl. bei anderer Gelegenheit etwas.

Ich habe mich die letzten zwei Tage irritierend fleißig erlebt! Man muss dazu wissen, dass mein Fürchtegott-Justus (ihr erinnert euch: mein Über-Ich) recht häufig und ausgiebig Pause macht, wenn ihm Grimpeflgrumpf-Sozaut mal wieder eins auf die Zwölf gegeben hat. FG ist nämlich eine kleine Heulsuse – und GS alles andere als zimperlich, wenn die Sirenen der Prokrastination ihren Gesang anstimmen. GS hat nämlich NULL Probleme damit, wenn jene Projekte, die FG wichtig sind, vollkommen sang- und klanglos an den Klippen des Nucleo-Accumbianischen Küstengebirges zerschellen. Was leider nicht so selten vorkommt wie ICH mir wünschen würde. Well… that’s life! Aber im Moment bin ich tatsächlich fleißig. Und es ist mir nicht im mindesten schwer gefallen, in den akademischen Beast-Mode zu wechseln. Wobei natürlich klar ist, dass ich meinen Job mag – und daher auch mit dem hochschulisch-theoretischen Background ganz gut klarkomme. Man nennt diesen mentalen Zustand, glaube ich, „fokussiert“. Und ich hatte sogar so was wie Flow-Gefühle. Na ja – da ICH niemals ein Runner’s High spüren werde, ist der Flow beim theoretischen und kreativen Arbeiten in meinem Büro wohl so ziemlich das Nächstbeste!

Keine Sorge, das hält nicht allzu lange an. Ich gehe mal davon aus, dass mir so etwa am Freitag Mittag die Puste ausgeht. Doch wenn ich meine Arbeitspakete bis dahin alle erledigt haben sollte, wird mich das positive Gefühl danach wohl noch eine ganze Weile begleiten. Mindestens das Wochenende über. Ich empfinde es als Geschenk, Lernen und Wissen-Wollen als natürliche Bedürfnisse empfinden zu können, welche mich kaum extra Anstrengung kosten. OK – FG braucht meistens ein bisschen Anlauf und muss mit gewisser Vorsicht einen Moment abpassen, in dem er GS von Hinten erwischen kann. Aber wenn GS erstmal liegt, ist die Chose auch schon am kochen. Und wenn GS dann mitkriegt, dass auch DAS die Instinkte befriedigen kann, ist für eine Weile Frieden im Hirnkasten. Das koste ich im Moment aus – und habe sogar noch Zeit diese Zeilen zu schreiben und als Podcast aufzunehmen. Nicht übel für einen faulen, alten Sack! Ich wünsche euch allen da draußen auch eine halbwegs friedvolle und produktive Woche. Oder das, was ihr euch wünscht. Wir hören uns…

Auch als Podcast…

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