A snipet of climate change…?

Bei offenem Fenster den achtbaren Durchzug kühler Luft genießen zu können – unbezahlbar! Unser Wetter schlägt Kapriolen wie der ungestümste aller jungen Hengste und die amerikanische Administration erklärt, in Zukunft auch im Weltraum Krieg führen können zu wollen; ob sich noch irgendeiner erinnert, warum die großartigsten aller denkbaren Vereinigten Staaten im Moment Transporte in den Weltraum zukaufen müssen…? Ich weiß ja nicht ob es in den Vereinigten Staaten auch einen so ausgeprägten Sommerlochaktionismus der Politiker gibt, wie bei uns (Dieses Großmaul Kevin Kühnert wäre ein Beispiel dafür – warum interviewt diesen insignifikanten  Typ noch mal irgendjemand? Oder diese Honks, die nach dem Gesellschaftjahr rufen)? Und natürlich darf man sich auch mal eine Verschnaufpause vom allzu Depressionsförderlichen Gesamtbild unserer Welt zu dieser Zeit gönnen. Aber neue Cowboys in Raumschiffen? Bitte nicht…

Ich weiß, dass es immer noch genug Menschen gibt, die den Klimawandel für nicht Menschengemacht halten und deshalb ein Einhalten der Menschheit bei der rasanten Verfeuereung aller verfügbaren Ressourcen für sozialistischen Quatsch halten – schmälert halt die Rendite. Da werden Bilder vom Elbepegel 1904 geteilt und in Bezug gesetzt zur jetzigen Witterungssituation, unter der Prämisse, dass das ja alles gar nicht so schlimm wäre, es handele sich um normale Ausreißer bei den Wetterphänomenen Schaut man sich die verlinkte Liste allerdings an, fällt einem auf, dass seit dem beginn der Industrialisierung im frühen 19en Jahrhundert die Zahl der ungewöhnlichen Wetterereignisse zugenommen hat. Und das liegt mitnichten nur daran, dass man es mit der Aufzeichnung ab da genauer genommen hätte. Auch die Behauptung, dass die menschliche Nutzung fossiler Brennstoffe keinerlei Auswirkung auf die Klimaentwicklung hätte, ist so kaum haltbar, lässt sich die Beschleunigung der Erwärmung doch messen.

Nichtsdestotrotz halte ich den, leider  immer noch zu leisen Aufruf, sich der Klimaveränderung als Menschheit im gesamten anzupassen für sinnvoll. Aller Aktionismus wird das Rad der Zeit nicht zurückdrehen und einen weltweiten Konsens zu diesem Thema zu erreichen, der tatsächlich etwas bewirkt, wird erst passieren, wenn New York unwiederbringlich abzusaufen droht. Dann merken es selbst die Amis, falls sie bis dahin nicht zu sehr mit Kriegsführung im All beschäftigt sind. Also gut dann etwas Fatalismus: Mannheim liegt 96 Meter über Normalnull. Selbst wenn die Kölner Bucht irgendwann wieder ihren Namen verdient, haben wir es hier dann noch relativ trocken. Vielleicht ist dann die Hitze auch etwas erträglicher. Gute Nacht…

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