Ziele. Ziele! Ziele? #2 – Gestaltungsspielräume

Was bedeutet den „Gestalten“ überhaupt? Ich meine, jemand, der sich richtig viel Mühe mit seiner Innenraum-Einrichtung gibt, der seinen Garten in ein kleines Paradies verwandelt, der seine kreative Ader mit allen möglichen Mitteln auslebt, der gestaltet doch, oder? Ja natürlich und nicht selten ist das nicht nur für denjenigen selbst, sondern auch für seine Umwelt ein nicht zu verachtender Benefit. Seien wir ehrlich: die Aufhübschung unseres privaten Raumes ist wichtig für unsere Lebensqualität! Wer will schon in einem Loch vor sich hin vegetieren. Allerdings kann man die Schraube auch überdrehen und landet dann, u. U. beim Cocooning.

Mir geht es bei Gestaltungsspielräumen nicht um die mannigfaltigen Möglichkeiten, sein Heim zu einem Ort der Geborgenheit zu machen. Mein Thema ist die Einflussnahme auf meine Umwelt. Man könnte das jetzt (vielleicht auch bewusst) missverstehen und mir manipulatives Verhalten unterstellen; oder vielleicht den Einstieg in den Lobbyismus. Auch so ein Begriff, der in den meisten Köpfen eine eher negative Konnotation hat, wenngleich es eigentlich häufig sinnvoll wäre, sich selbst zur Lobby zu werden. Genau da möchte ich hin: ich möchte auf meine Umwelt gestaltend einwirken, um sie ein bisschen besser zu machen. Ich denke dabei untere Anderem an menschenwürdiges Arbeiten, an gesellschaftliche Teilhabe, an verbesserte Lebenschancen durch Bildung (insbesondere durch lebenslanges Lernen) und auch an Verteilungsgerechtigkeit.

Die einzig sinnvolle Möglichkeit, positiv Einfluss zu nehmen ist die Einnahme einer Position (egal ob in der Gesellschaft als Ganzem, oder „nur“ in einer bestimmten Organisation), die es einem gestattet, auf die jeweiligen Rahmenbedingungen bestimmter, eben genannter Aspekte gestaltend einzuwirken. Ein Beispiel: die Arbeit in der Personalentwicklung könnte einer älter werden Gruppe Erwerbstätiger in einem bestimmten Betrieb Wege aufzeigen, sich so zu entwickeln, dass eine möglichst lange Erwerbstätigkeit unter Erhalt der Lebensqualität (durch Vermeidung Arbeits-induzierter Erkrankungen) möglich wird. [Das hier Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Interessen konfligieren können, ist mir bewusst!]

Menschen neigen dazu, ihre aktuellen Lebensumstände in einer Totalität wahrzunehmen, die es ihnen sehr scher macht, sich überhaupt vorstellen zu können, dass diese wandelbar sind. Doch das sind sie! Nicht über Nacht und nur in den seltensten Fällen in großen Schritten, aber wir können unsere Lebensumstände ändern. Die zwei Schlüssel dazu sind einerseits, eine Vorstellung davon zu haben, oder zu entwickeln, wo man hin will und andererseits den Willen aufzubringen, auch etwas dafür zu tun. Und das ist schwer! Aber nicht unmöglich! Und das Beste: zusammen geht es leichter! Denkt doch mal drüber nach. Bye-bye.

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