Dunnerlittchen…

Gemessen an meiner Schreibtätigkeit während des Urlaubes ist schon wieder viel zu viel Zeit ins Land gegangen. Andererseits – man muss sich ja auch nicht an allem und jedem abarbeiten. Seit ich mich vor ein paar Monaten komplett aus Facebook verabschiedet habe, und nur noch auf Instagram präsent bin (und ein bisschen auf Twitter) habe ich mich kaum noch in irgendwelche Verbal-Scharmützel verwickeln lassen. Nur in dem Forum dieser Zeitung, der ich dauerhaft folge, kommt es manchmal zu Kontroversen. Aber denen entziehe ich mich mittlerweile (fast) konsequent durch Ignoranz der Idioten. Ist gut für die Seele, wie ich feststellen durfte. Mal davon ab, dass es auch so genug zu tun gibt. Ich könnte mich z. B. über das Wetter auslassen. Toll für die Natur, auch wenn ab und zu etwas weniger flüssiger Sonnenschein in den Tagesstunden manches einfacher machen würde. Aber wir typischen deutschen Spießer suchen halt immer nach was zum meckern.

Ich will wieder dahin!

Ja, irgendwie habe ich mich wenigstens ein bisschen dahin entwickelt. In manchen Dingen durchaus wertkonservativ, freue ich mich mittlerweile sogar über Besitzstandswahrung…. NEEE, war gelogen. Ich verfolge allerdings die Debatten um den nahenden Herbst und Winter, Energiepreise und angedachte Unterstützungsmaßnahmen für die Bedürftigen mit mehr als nur Stirnrunzeln. Und frage mich, warum es nicht möglich ist, durch Fortune und Frechheit errungene Übergewinne einfach zu 100% abzuschöpfen und denen zu geben, die’s viel nötiger haben, als irgendein Shareholder? Vielleicht könnte jenes Dilemma unserer Zeit daran Schuld haben, dass viel zu viele einfache Werktätige sich zu Shareholdern haben machen lassen. Das ist nämlich, mit Blick auf das Verhandeln von Tarifen und Arbeitsbedingungen ein bisschen so, als wenn man den Totengräber seine eigene Grube ausheben lässt. Meines Wissens macht man das üblicherweise nur in Mafiakreisen so. Was auf das Geschäft mit Fiat-Geld einmal mehr ein unschönes Licht wirft. Könnte man einfach abschaffen und es ginge der Welt um einiges besser.

Ich WILL wieder DAHIN!

Um es hier klar zu sagen: da draußen ist so viel in Bewegung, dass man leicht den Überblick verlieren kann; z. B. russische Flüchtlinge. Bemerkenswert war dann auch dieser neueste Trend, dass direkt während der Verkündung der Mobilmachung durch Wladimir Wladimirowitsch ein nicht unerheblicher Teil seiner Wunsch-Putineska… ähm Soldateska flugs das Weite suchte. Im wahrsten Wortsinn, sind Flüge aus Russland derzeit doch bis Ende nächster Woche ausverkauft. Dafür stapeln sich an der finnischen Grenze mittlerweile die Autos… so viel zu deinem großen vaterländischen Krieg der Heimführung und Entnazifizierung der Ukraine du dreistes, stures, wahnhaftes Abziehbild eines Diktators. Schöne Grüße nach Moskau – mögt ihr ultranationalistischen Vollidioten an eurem Kaviar ersticken!

I C H W I L L W I E D E R D A H I N!

Ich habe mich dem Rest des Weltwahnsinns ansonsten eher unbewusst entzogen, weil ich mich meinen akademischen Studien zu wimen hatte. Nicht mein Blog zu pflegen ist ein bedauerlicher Nebeneffekt. Was ich allerdings dabei über die Generation Z gelernt zu haben glaube, wird einerseits hoffentlich mit einer halbwegs guten Note gewürdigt und andererseits demnächst auch hier verwurstet. Kann den Laden hier ja nicht kaputtgehen lassen. Ach ja… Dunnerlittchen, es ist fast Oktober. Um noch mal auf’s Wetter zurückzukommen: es darf gerne jede Nacht regnen, wenn ich wenigstens ein paar goldene Tage bekomme, um noch mal mein Gesicht in die Sonne halten zu dürfen. Wer weiß schon, was der Winter bringt? Nicht mehr lange, und ich brauche zur Depressions-Prophylaxe wieder die Tageslichtlampe. Ich hoffe, in den nächsten Tagen noch mal zum Schreiben zu kommen und wünsche euch allen so viel Frieden und Sicherheit, wie ihr nur bekommen könnt. Wie geil wäre es denn, wenn wir in ein paar Wochen sagen könnten: „Stellt euch vor, es ist Krieg, und keiner geht hin!“ In diesem Sinne – schönes Wochenende.

Auch als Podcast…

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