New Work N°2 – Was is’n da jetzt new dran?

Tja, also, wie soll ich das denn jetzt sagen, aber… New Work ist nicht neu. Ganz im Gegenteil. Der geistige Vater der Angelegenheit Frithjof Bergmann hat die Grundlagen schon in den 70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts beschrieben. Und auch, wenn bei weitem nicht alle seiner Ideen schon umgesetzt wurden (oder dies bald erleben werden), wächst die Zahl derer, die zu der Überzeugung gelangen, dass wir Arbeit im 21. Jahrhundert anders denken müssen. langsam aber stetig.

Aber, was bedeutet das nun? Ich hatte in einem früheren Post angedeutet, dass es vordergründig darum geht, dass abhängige Produktionsarbeit mehr und mehr von Maschinen erledigt wird und daraus natürlich die Frage entsteht, wie diese Menschen zukünftig ihren Broterwerb bestreiten sollen. Solche Entwicklungen zeichnen sich nun seit Jahrzehnten ab. Bergmanns Antwort darauf ist eine Mischung aus bedingungslosem Grundeinkommen durch Umschichtung der Einkünfte aus Güterproduktion und einer zunehmenden Selbstversorgung mit den essentiellen Dingen des Lebens. Diese Darstellung ist allerdings verkürzend und gewiss gibt es in seiner Denke einige wenige Überschneidungen mit der Philosophie des Kommunitarismus; es lässt sich jedoch sagen, dass er versucht hat, ein mögliches Ende der klassischen, abhängigen Lohnarbeit zu denken. Es geht ihm dabei explizit nicht nur um die Arbeit als solches, sondern um Fragen der Teilhabe und Freiheit.

Heute wird unter New Work von den Meisten aber einfach nur alles verstanden, was beim Schuften nicht nach dem klassischen Muster abläuft: Home-Office, Mobile Work-Spaces, ungewöhnliche Arbeitszeitmodelle wie der 5h-Tag, digitaliserte Workflows, etc.; also zunächst mal Dinge, die nur mit Arbeitsorganisation zu tun haben. Tatsächlich greift, wenn man Bergmann aufmerksam liest, dieses Verständnis jedoch viel zu kurz. Arbeit, wie wir sie heute kennen, wird in vielen Bereichen in den nächsten Jahren fast ganz verschwinden, um in anderen neu zu entstehen. Die daraus entstehenden gesellschaftlichen Umwälzungen zeichnen sich schon lange ab. Andernfalls hätte die EU nicht schon früh den Begriff lebenslanges Lernen auf die Agenda gesetzt; wohl wissend, dass der Wandel von der Arbeits- zur Wissensgesellschaft unausweichlich ist; faktisch stecken wir mitten drin.

Wenn wir jedoch diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen, unser Verständnis von guter Arbeit und zu welchen Bedingungen diese stattfinden sollte gründlich zu überdenken, dann bleibt der heutige Gebrauch des Terminus “New Work” auch zukünftig das, was er jetzt gerade ist: überstrapazierte und überflüssige Labersülze für selbsternannte digital nomadisierende Möchtegern-Eliten. New Work soll und will im Kern ein Gegenentwurf zur aktuellen Version des Kapitalismus sein, ohne dabei die Fehler des Sozialismus zu wiederholen; wird aber allzu oft von Apologeten dieser verfluchten “Leistungsträger”-Mentalität zu einer bloßen Re-Organisation von White-Collar-Arbeitsprozessen verzwergt. Denn die Angst, Arbeit tatsächlich neu zu denken, stellt gesellschaftliche Machtverhältnisse und damit letztlich viele der tradierten Sozialstrukturen in Frage. Wahrscheinlich wäre das der große Wurf, den wir eigentlich brauchen, zu dem wir aber noch nicht bereit sind.

Ob wir unter den gegebenen Zeichen tatsächlich in Richtung eines breiten Umdenkens in der Arbeitswelt kommen können? Im Moment bezweifle ich das. Allerdings ist der Leidensdruck der Lohnabhängigen anscheinend auch noch nicht so groß, dass sie in Massen auf die Straßen strömen, wie früher an jedem Ersten Mai. Solche Prozesse müssen immer erst eine kritische Masse erreichen, bevor sich etwas bewegt. Einstweilen begnüge ich mich also damit, zu beobachten und zu sehen, ob es nicht doch Innovationen gibt, die sich in meinem Arbeitsumfeld verlustfrei implementieren lassen. Immerhin bin ich bereits in einem der Wissensarbeits-Bereiche tätig. In jedem Fall werde ich hier auch in Zukunft weiter über das Thema nachdenken . Wir lesen uns also…

Erwachsen bilden #22 – Gehirngerechtes Lernen?

Die Diskussion um die richtige Art, Schülern etwas “beizubringen” ist vermutlich so alt, wie die Schule und das Lehren selbst. Nun hat schon der olle Comenius in seiner Didactica Magna eine Lanze für das “Selberlernen” gebrochen. Er nimmt in seiner Schrift eine der zentralen Ideen heutiger Lehrtätigkeit vorweg; nämlich dass der Schüler selbst tätig werden muss, sich die Inhalte (zumindest teilweise) selbst erarbeiten muss, damit sie für ihn einen Sinn ergeben können. Und der vom Kognitivismus geprägte Teil des Pädagogen und Didaktikers in mir sagt: “Jawoll. Ich biete den Schülern ein Lernbuffet an, von dem sie sich aber selbst bedienen (wollen) müssen.”

Die anderen sozial- und geisteswissenschaftlichen Teile sagen: “Ja, aber…!”. Nun habe ich ein Buch gelesen, welches auf den ersten Blick diese zweite Position unterstützt. Denn Gerhard Roth lässt in seinen Ausführungen wenig Gutes am Kognitivismus, indem er zum Beispiel einem anderen Autor (Kersten Reich) mangelnde Stringenz in der Begründung seiner didaktischen Darlegungen unterstellt und seine eigenen und von ihm sorgsam kuratierte Ergebnisse anderer Forscher als zwingend für (s)eine Sichtweise auf didaktisches Handeln formuliert; um sich dann – was er den anderen auch vorwirft – in Allgemeinplätzen wie der Forderung nach mehr Methodenpluralismus zu ergehen.

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden: das Buch ist hochinteressant, insofern es mein physiologisches Verständnis von Lernprozessen zu schärfen weiß. Die daraus vom Autor abgeleiteten Folgerungen für die didaktische und pädagogische Handlungspraxis kann ich jedoch nicht vollumfänglich unterstützen, einfach weil sie alter Wein in neuen Schläuchen sind. In zwei relevanten Punkten hat er allerdings recht: die psychologische, die Lehr-Lern- und die Neurobiologie-Forschung müssen sich zusammentun, um zu einem besseren Verständnis und damit zu einer besseren Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen kommen zu können. Und die hochschulische Lehrerausbildung ist hinsichtlich der Vorbereitung auf die praktische Tätigkeit im Lehrsaal bestenfalls mangelhaft. Zumindest für meinen Bereich in der Erwachsenenbildung kann ich das absolut unterschreiben.

Auch mit einem weiteren Punkt gehe ich weitgehend konform. Aus den Ergebnissen der heiß diskutierten Meta-Studie von John Hattie et al. schließt er, dass die Lehrperson sehr wohl einen großen Einfluss auf den Lernerfolg der Schüler habe. Das wirft jedoch die Frage auf, inwieweit ich bestimmte konstruktivistische Positionen noch einmal überdenken muss. Denn radikal und teilweise auch in sich widersprüchlich sind vor allem einige Punkte, die von Glaserfeld selbst in die Diskussion eingebracht hat. Eine im sozialen Zusammenhang umgedeutete Viabilität hingegen gilt es weiterhin zu bedenken. Denn tatsächlich scheint die Annahme einer objektiven, intersubjektiven Realität für alle auch aus der Sicht des Neurobiologen Roth auf Basis der Funktion unserer Wahrnehmung unwahrscheinlich. Womit für jeden Schüler das Für-wahr-werden im Sinne einer individuell-subjektiven Konstruktion von Verständnis, die jedoch durch die anderen Schüler und die Lehrperson sozial beeinflussbar bleibt, für mich den gangbaren Weg darstellt, den Prozess zu beschreiben, der mein Tun leiten muss.

Was bedeutet das nun für mein tatsächliches didaktisches Handeln? Es gilt, eine noch besser an die Funktion des Arbeitsgedächtnisses adaptierte Aufbereitung des Stoffes zu erreichen. Ich habe die möglichen Aufmerksamkeits-Spannen nämlich bislang falsch (eher zu lang) eingeschätzt. Ich muss die Anschlussfähigkeit der Vorträge und Materialien weiter steigern, wozu eine eingehendere Analyse des Vorwissens notwendig ist. Der von mir bislang verwendete Methoden-Mix lässt sich sicherlich noch verbessern. Und bei Simulations- und Szenariotrainings muss die Frage tiefer erörtert werden, in wie weit der Hyper-Realismus, wie er von einigen Anbietern geeigneten Equipments mittlerweile offensiv propagiert wird, tatsächlich zum Lernerfolg beiträgt? “Train as you fight” ist ein schönes Motto und Studien weisen darauf hin, dass Simulationstrainings in der Ausbildung von EMS-Personal positiv auf die Skills der Auszubildenden wirken. Doch Abseits der Korrelationskoeffizienten wissen wir immer noch zu wenig über die tatsächliche Effizienz und Nachhaltigkeit solcher Maßnahmen; oder besser – wie realistisch es denn nun sein muss? Denn der Einrichtungsleiter in mir sagt: Ressourceneinsatz und Lernerfolg müssen in irgendeinem Verhältnis zueinander stehen.

Wie man es auch dreht und wendet: wir wissen über das Lernen und die Gehirnfunktionen, die dabei Einfluss auf den Lerner nehmen einfach noch zu wenig. Was bedeutet, dass zur evidence-based medicine einstweilen das evidence-based teaching hinzutreten muss. Ich werde mein Bestes geben und gerne hier weiterhin über meine Erfahrungen und Gedanken berichten. Bis zum nächsten Mal wünsche ich eine gute Zeit,

Der verwirrte Spielleiter N°24 – Abenteurer-Urlaub?

Ich bin heute beim Chillen und Surfen (natürlich im Netz, nicht auf dem Wasser, dazu wäre es mir selbst mit nennenswerten diesbezüglichen Fertigkeiten und einer Neopren-Pelle, die überdies an mir wenig sexy aussähe etwas zu frisch) über einen Beitrag gestolpert, bei dem ich erst mal stutzte: “A day off for Adventurers?”. Nachdem der Autor sich eine ganze Weile über die historische Entwicklung der Freizeit als gesellschaftliches Phänomen ausgelassen hatte, kam er dann zu seinem eigentlichen Punkt: nämlich, wie man “Freizeit-Abenteuer” für Pen’n’Paper-Charaktere entwickelt und gewinnbringend in seine Kampagnen einbaut.

Ich hatte damit begonnen das zu lesen, weil ich in dem Moment gerade eine, dem Urlaub angemessene, halb-aufmerksame Langeweile pflegen wollte; und endete mit der Frage, wieso er so viel Gewese um den Umstand macht, dass Chars auch mal ‘ne Auszeit brauchen könnten? Viel interessanter wäre doch die Frage gewesen, ob unsere Chars das was sie tun, nämlich Abenteuer erleben (weil wir als Spieler das so wollen) eigentlich als Job, als Bürde, als Berufung, als Fluch, als Schicksal oder doch selbst gewählt betrachten. Denn davon hängt, wie im wahren Leben auch ziemlich direkt ab, welchen Stellenwert Freizeit für sie hat und wie sie diese am liebsten verbringen.

Ich denke jetzt gerade an Spielrunden, die ich als SL orchestriere und solche, denen ich als Spieler beiwohne und kann nur sagen, dass die Wahrnehmung bezüglich des Phänomens “Freizeit” im Rollenspiel sehr variiert. Abhängig von Setting, Genre, Metaplot, etc. gab und gibt es Gruppen, die ultra-fokussiert auf Ziele hinarbeiten und deren Mitglieder einen feuchten Dreck auf Urlaub gäben, selbst wenn sie denn das Konzept überhaupt kennen würden. Und es gab und gibt ebenso andere Gruppen, welche die Ausschweifungen ihrer Chars auch gerne in play ausleben wollen. Ich mache bei sowas sowohl als Spieler, wie auch als SL dankbar mit, denn manchmal erweist sich so ein vermeintlicher Lückenfüller als exzellenter Aufhänger für die nächsten Fährnisse. Aber ich muss offen zugeben: so richtig Gedanken drüber gemacht habe ich mir noch nie.

Je länger ich nun allerdings darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass es wohl davon abhängt, ob man seine Chars tatsächlich als virtuelle Wesen mit einer kompletten Persönlichkeit wahrnimmt, oder eher doch nur als Spielfiguren, welche durch Zahlen auf einem Blatt Papier repräsentiert werden. Je mehr ich meinen Char fühle, desto eher werde ich Szenarien wie einer durchsungenen, durchfeierten , durchzechten, durchzockten, durchtanzten Nacht etwas abgewinnen können, selbst wenn sie die laufende Kampagne als solche zumindest vordergründig nicht unbedingt weitergebracht haben. Da nicht wenige meiner eigenen Chars Performing-Artists der einen oder anderen Art sind, wird das zumindest meine üblichen Mitspieler nicht sonderlich verwundern.

Ich versuche ja immer, den Sozialwissenschaftler in mir im Zaum zu halten, wenn ich über mein Hobby N°1 schreibe. Denn eine zu starke theoretische Durchdringung macht das Spiel nicht immer besser. Im Gegenteil kann man das, was man intuitiv richtig gemacht hat zerstören, wenn man es zu sehr analysiert und zerredet. Diese Aussage hat was mit Lebenserfahrung zu tun: Je älter man wird, desto mehr biografischen Ballast schleppt man mit sich herum; und das hemmt manchmal die Augen des Kindes, welche gerade für das Pen’n’Paper so unglaublich wichtig sind. Beginne ich nun aber, alles zu zerdenken, zerstöre ich dabei mit etwas Pech die Leichtigkeit und den Spaß des Spiels.

Und genau dagegen sind solche “Freizeit-Abenteuer” aus meiner Sicht eine ganz gute Medizin. Denn indem man sich und den anderen Spielern die Gelegenheit gibt, mit dem eigenen Charakter witzige, entspannende, ausgleichende (ja, meinetwegen auch mal prickelnde) Erfahrungen zu machen, entstehen in der Folge gute Gefühle gegenüber dem Char und dem Spiel als solchen. So eine Gelegenheit sollte man als Meister nicht unbedingt auslassen. Es sei denn, die Spieler wollen mit ihren Chars nur noch Party erleben. Dann mache ich ihnen Feuer unter dem Arsch. Aber üblicherweise ergibt sich sowas im Anschluss an eine konfliktreiche – eventuell auch Verlustreiche – Klimax ganz von selbst und reguliert sich danach auch wieder. Großartig durchdenken oder planen musste ich sowas bisher nicht. Wenn ihr aber aus sowas tatsächlich ein Abenteuer machen wollt, denkt an die Nexus-Vortex-Methode und an spannende NSCs. Dann wird alles gut. In diesem Sinne – always game on!

End-of-Summer-Blues?

“EoSB könnte das neue Problem des Jahres werden, wenn wir bald – nämlich ab Herbst – alle wieder in unsere Hütten gepfercht darauf warten müssen, dass Corona uns auch krank macht!” So, oder ähnlich könnte man jetzt in irgendwelchen mehr oder weniger wichtigen Postillen titeln, die von den Wahlberliner Covidioten natürlich NICHT gelesen werden. Oder man nimmt es einfach zur Kenntnis, dass alles ein Ende hat, nur die… ach ihr wisst schon.

Jetzt mal ehrlich: zweite Welle hin oder her: Don Henleys “The boys of summer” klingt jedes Mal in meinem Hinterkopf, wenn die Tage immer schneller immer kürzer werden, es kaum noch Spaß macht, Abends mit dem Drink auf dem Balkon zu sitzen und man sich, ganz von allein wieder viel lieber drinnen aufhält. Ich gebe es offen zu: auch wenn ich mehr schwitze, als manch anderer, liebe ich den Sommer und könnte noch mehr davon gebrauchen. Nicht wegen Corona, sondern weil der Sommer mir meistens das Leben um einiges leichter macht. Ich lebe dann auf, denn ich bin im Herzen eben eher der mediterrane Typ, der mal Fünfe gerade sein lassen und gediegen in den Tag mäandern möchte. Nicht, dass ich in der Realität allzu oft die Chance dazu hätte. Aber das ist eine andere Baustelle…

Ich will nicht behaupten, dass der Ausweichurlaub in der Lüneburger Heide bisher nicht auch toll gewesen wäre. Schöne alte Städte und andere Ausflugsziele, tolle Landschaft, einen Grill und eine wirklich angenehme Unterkunft haben wir auch hier. Aber, ich will ehrlich sein: mir fehlt der Pool, der mich zu mehr Bewegung einlädt, der warme Geruch der Macchia, der endlos blaue Himmel, die ewigen Abende, die Leichtigkeit, die das alles für mich bedeutet. Das die “Leichtigkeit des Seins” dieses Jahr aus guten Gründen schon seit März ausverkauft ist, tröstet zwar etwas über den rein subjektiven Mangel an Ars Vivendi hinweg – gleichwohl fremdele ich mit all dem Guten, das ich hier habe.

Ich denke, dass dies daran liegt, dass wir modernen Menschen aus den entwickelten Industrienationen den Urlaub auf individuell spezifische Weise ritualisieren. Ich hatte die Tage über die sorglos-schmerzfreie Entgrenzung von Frei- und Arbeitszeit im Rahmen des Lesens und Studierens geschrieben und dabei sinngemäß gesagt, dass zumindest ich als Wissens-Arbeiter den Lebens- und den Arbeitsraum dabei nicht mehr so einfach trennen könnte. Das stimmt wohl. Dennoch führt mich eine weitergehende Selbstanalyse an den Punkt, dass nur das Bewusstsein dieser Freiheit, es nicht tun zu müssen, weil meine freie Zeit zu meiner persönlichen Disposition steht mich zu diesem Schluss kommen lies. Ich denke nach wie vor so, allerdings muss ich nun ergänzen, dass das beschriebene Mindset auch beinhalten muss, seine Freiräume selbst definieren zu dürfen/können.

Womit wir beim Mindset “Urlaub” und dessen individueller Ritualisierung angelangt wären. Denn um sich auf die besonderen freien Zeiten des Jahres einzugrooven, hat ja jeder Mensch so seine speziellen Traditionen. Das beginnt mit dem Packen der Reisetaschen aller Mitreisenden und dem Einräumen Fahrzeuges (sofern man, wie wir, eigentlich immer mit dem PKW verreist), der Struktur der Anreise, den Erwartungen an das Ferien-Domizil, den Plänen für Aktivitäten während des Aufenthaltes und noch tausend anderen kleinen Dingen. Aus all diesen Dingen entsteht bei nicht wenige Menschen – und ich muss mich selbst wohl auch dazu rechnen – ein Urlaubs-Ritual, dass, wenn es gestört wird, ganz erheblich zu Unbehagen führen kann.

Ich hatte mich nie als in so furchtbares Gewohnheitstier gesehen. Aber Unterhaltungen mit der besten Ehefrau von allen, die darauf besteht, wieder mehr Variationen hinsichtlich der Reiseziele erleben zu dürfen, führen mich zu der Erkenntnis, dass ich – verdammtnocheins – langsam zum Urlaubsspießer mutiere. Nicht auf diese uncharmante “Mein-Badetuch-mein-Liegestuhl”-Art, sondern eher bezüglich einer gewissen Erwartbarkeits-Erwartung; ich brauche wohl heutzutage eher das Bekannte, weil es meinen unruhigen, stressgeplagten Geist sicher und schnell erdet, beruhigt, entspannt; also ganz sicher und schnell auf Ruhe-Niveau runter fährt. Und ich bin mir einfach noch nicht sicher, ob die Lüneburger Heide das annähernd so gut kann, wie die Toskana (wir werden sehen).

Subsumierend lässt sich sagen, dass mein Sommer subjektiv bislang einfach Scheiße war und ich deshalb ein bisschen rum heulen muss, weil mir der Süden so sehr fehlt und die Chance auf richtigen Sommer nun mal sehr bald dahin ist. Ich werde darüber hinweg kommen, aber es macht mich einfach nicht glücklich. Ich wünsche euch dennoch schon mal einen verdammt schönen Herbst und uns allen einen goldenen September. Vielleicht tröstet mich ja bald der Ferderweiße ein wenig. Schöne Woche.

Erholungs-Wert?

Ich bin mir ja nicht ganz sicher, ob die folgenden Gedanken es überhaupt wert sind, niedergeschrieben zu werden, aber… warum schreibe ich ausgerechnet in meinem Urlaub so viel über das verdammte Arbeiten, anstatt über den Familien-Urlaub? Oder, von jemand anders etwas anders formuliert: “Bist du denn vollkommen bekloppt, dich JETZT mit solchen Themen zu befassen?” Tja, was soll man denn darauf antworten? Mal davon abgesehen, dass diese Ansprache fiktiv ist, denn sie findet ja nur in meinem Kopf statt. Meine Kinder und meine Gattin finden es gar nicht befremdlich, dass ich mal wieder über irgendwelchen Gedanken brüte…

Um das gleich mal klar zu stellen: ICH HABE SPASS! Wir (so als Familie, manchmal auch jeder für sich) haben in den vergangenen Tagen mehrere schöne Ausflüge gemacht, waren Spazieren/Wandern, haben Abends am Kamin oder auch mal draußen gesessen, lecker gegessen (ja – auch gegrillt!), gelesen, gespielt und gechillt. Viel urlaubiger wird’s, wie ich glaube, bei so gut wie niemandem; außer natürlich, man frönt irgendwelchen Extrem-Sportarten, ist bei uns aber nicht der Fall! Es stehen noch ein paar Ausflüge auf dem Programm und wenn meine Frau und die Kids noch zum Reiten kommen, ist die To-Do-Liste für den Familienurlaub abgehakt. [Das Einzige, was mir ein bisschen fehlt, sind die täglichen Runden im Pool. Aber das Umherspazieren in der Heide ist auch nicht zu verachten; insbesondere, weil’s nicht so brutal heiß ist!]

Aber natürlich lasse ich mein Hirn nicht zu Hause im Schrank, wenn ich mal für ein paar Tage wegfahre. Die Zunge ist die einzige Waffe, welche durch ständigen Gebrauch schärfer wird; und das Hirn der einzige Computer, der mit den Jahren seine Leistung zu steigern vermag. Aber nur, wenn man beides auch fordert und fördert. Warum zum Teufel sollte ich also im Urlaub so tun, als wenn mich Fragen der Bildung, der Arbeit, der Politik, des Sozialen und des Lebens ganz allgemein nicht interessieren würden. Derlei wenig frommen Selbstbetrug dürfen gerne diese ganzen Idioten betreiben, die am Wochenende Berlin stürmen möchten. Ich wünsche ihnen allen gutes Gelingen, auf das die normative Kraft des Faktischen – vulgo Polizeiknüppel – ihnen die empirischen Fakten der Realität und damit ihre eigene Dummheit ins Gedächtnis rufen mögen.

Auch über die Qualität meines Schlafes hier lässt sich im Übrigen nichts Negatives sagen. Ich bin mittlerweile erholt, wie seit Wochen – ach was sag ich, seit Monaten nicht mehr! Was im Umkehrschluss bedeutet, dass jene Dämonen, welche mich vor dem Urlaub noch oft genug um einen erholsamen Schlaf gebracht haben, besänftigt worden sein müssen. Vielleicht liegt das genau daran, dass ich mein Hirn auch im Urlaub zu benutzen pflege. Denn warum schreibe ich wohl gerade in den Zeiten so viel, in denen ich entweder Urlaub, oder nicht ganz so viel zu tun habe? Na, weil ich nicht meine ganze mentale Energie darauf verwenden muss, irgendwelche Fristen, Termine, Vorgaben, Dienstpläne, Meetings, Forschungsfragen, Bestückungslisten und was weiß ich nicht noch alles hin und her zu jonglieren, um als Diener vieler Herren Ergebnisse erzielen zu können.

Diese Last ist von mir genommen, selbst wenn ich auch in Urlaub für manche Kollegen ansprechbar bin; es ist zugleich Privileg und Fluch der Führungsposition, als schwer ersetzbar zu gelten. Ich gewöhne mich langsam daran und paradoxerweise ist es sogar irgendwie spaßig. Insbesondere, weil der Aufwand in der vergangenen Woche mit insgesamt ca. 20 Minuten doch recht überschaubar war. Mehr würde die beste Ehefrau von allen auch nicht tolerieren. Tatsächlich hasse ich es sogar, meine psychische Energie zu verschwenden. Ich mag Herausforderungen, ich wachse gerne mit meinen Aufgaben und lasse mich dabei auch mal mitreißen, wenn etwas mehr Zurückhaltung eventuell sinnvoll gewesen wäre; ein klassisches Nein-Schwäche-Problem. Das Schöne daran ist, dass man durch Übung tatsächlich besser wird. Vor allem effizienter. Was bedeutet, dass ich für viele (vor allem organisatorische) Dinge keine Verrenkungen mehr machen muss, sondern sie locker-flockig aus dem Handgelenk schleudern kann.

Zieht man nun diese 20 Minuten ab, bliebe aber im Urlaub sehr viel Zeit, in denen sich mein Geist langweilen würde, wenn ich mir nicht andere Aufgaben suchte. Daher lese ich gerne und viel und empfinde es nicht als Verschwendung von Freizeit, mich dabei auch (aber nicht nur) mit Dingen zu befassen, die irgendwie mit meiner Profession zu tun haben. Ich verlor darüber neulich hier schon mal ein paar Worte und nun habe ich das noch mal bewusst durchexerziert; und kann nach diesem Selbstversuch sagen: tut nicht weh! Daher kann ich diesen Beitrag getrost mit dem Fazit abschließen, dass mein Urlaub gerade nicht allen Gedanken um Themen zum Trotze, die mich beruflich – aber eben auch ganz allgemein als Mensch – umtreiben, sondern vor allem wegen dieser Gedanken einen verdammt hohen Erholungswert hat! Wenn das unbedingt anders sein soll, müsste ich mich wohl teil-lobotomieren lassen. Und darauf habe ich keinen Bock. Peace…

New Work N°1 – No Work-Life Balance?

Immer mal wieder, wenn ich durch Fratzenbuch skimme und mich zur Abwechslung mal nicht über Covidioten und/oder Rassisten ärgern muss – was in letzter Zeit nur SEHR selten vorkommt – stolpere ich über dämliche Ratgeber-Verkäufer mit noch dämlicheren Titeln wie “Gelddasbuch – mehr Zeit & mehr Leben”. Kennt ihr auch, oder? Soll Menschen geben, die solchen Heilsversprechen, von zu Hause ganz schnell ohne Aufwand viel Geld verdienen zu können, tatsächlich glauben. Die glauben aber auch, dass der Storch die Ostereier bringt…

Mein Verhältnis zu Ratgeberbüchern im Allgemeinen habe ich, so glaube ich, ausreichend dargelegt: alles Bullshit! Nun setzt Ärger über solcherlei unnötige Belästigung im Netz bei mir aber unweigerlich Denkspiralen in Bewegung. Die oben genannte Anzeige kommt nämlich mit einem rührselig-dämlichen Text daher, der Lohnarbeit als verschwendete Lebenszeit darstellt. Und unsere kulturelle Prägung scheint in der Tat so gepolt, dass wir Freizeit als das einzig glückselig machende Momentum unseres Lebens begreifen. Roboten von Montag – Freitag, um am Wochenende (wahlweise auch unter der Woche Abends) die Sau rauslassen zu dürfen. “Hoch die Hände – Wochenende!” Ich möchte ja jetzt nicht unbedingt als Spielverderber daher kommen, aber: wer in diesen 22% seines Erwachsenen-Lebens (ca. 240 Tage per anno à je 8h = 1920h/anno) gerade mal so viel Sinn sieht, dass es das Flüssig-Analgetikum für’s Wochenende bezahlt, ist ein armes Würstchen!

Die eigene Arbeit als Sinn stiftend für das Leben begreifen lernen, sich selbst dabei stets neue Herausforderungen suchen, die einem individuelles Wachstum ermöglichen, den Arbeitsplatz als lohnenden Teil seiner sozialen Umwelt wahrnehmen können, hat weder mit der Profession, noch dem formalen Bildungsabschluss oder dem Arbeitgeber zu tun; ohne Frage gibt es Arbeitsumfelder, welche die erstgenannten Qualitäten fördern können. Doch in allererster Linie hängt eine positive Wahrnehmung und Ausgestaltung der eigenen Arbeit vom individuellen Mindset ab. Und dabei ist es vollkommen egal, ob ich Chef bin, oder einfach nur Plattfuß an der Front. Ich arbeite mich da natürlich immer noch ein bisschen an dem Buch ab, auf welches ich im letzten Beitrag Bezug genommen habe. Doch ich stelle immer mehr fest, dass die dort getroffenen Aussagen sich mit meinen ganz persönlichen Erfahrungen decken.

Insgesamt sollten wir mal über realistische Erwartungen reden; also den Umstand, dass man nicht frisch von der Schule (oder Uni) sofort vom Arbeitgeber den Arsch gepudert bekommt, auch wenn man glaubt, das verdient zu haben. Oder das unterschiedliche Generationen im Betrieb unterschiedliche Formen der Arbeits-Ethik kennengelernt haben. Und das viele Arbeitgeber leider noch immer nicht begriffen haben, wie man Motivation und Engagement der Mitarbeiter so nutzbar macht, so dass es sich auch für beide Seiten auszahlt. Win-Win macht nämlich viel mehr Spaß, als jede andere, denkbare Konstellation. Das zuvor Gesagte funktioniert natürlich immer in beide Richtungen.

Gerade weil vermutlich viele Vertreter beider Seiten noch stark an ihrem Mindset arbeiten müssen, lässt sich der Kreis zur Eingangsbemerkung schlagen: es gäbe solche dämlichen Ratgeber-Bücher nicht, wenn es keinen Markt dafür gäbe, weil immer noch genug Menschen in ihrer Arbeit keinen Sinn erfahren können. Letztlich geht es dabei um die Suche nach Sinn im allgemeinen, denn es ist ziemlich enttäuschend, sich, zumindest subjektiv, nur äußeren Zwängen ausgesetzt zu sehen: Arbeitsplatz, Arbeitszeit, Arbeitssoll, alles erscheint vielen Menschen als Zumutung, weil Sie den tatsächlichen Sinn ihres Tuns nicht begreifen oder erkennen können.

Reden wir mal von mir: Als Notfallsanitäter und früher Rettungsassistent war die Aufgabe eigentlich klar, auch wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sich im Laufe der Zeit nicht gerade optimal entwickelt haben: Menschen in Notlagen helfen. Heute, als Erwachsenen-Pädagoge bereite ich nun andere, zumeist jüngere Menschen auf diese Aufgabe vor. Immer noch arbeite ich an Menschen mit Menschen für Menschen – und bin damit glücklich. Vielleicht, so könnte ein Beobachter sagen, liegt das auch daran, dass ich immer ein Stückchen weiter die Leiter hinauf gefallen bin. Aber ich wage jetzt einfach mal zu behaupten, dass ich mir das verdient habe. Ich habe mir nämlich immer wieder neue Herausforderungen gesucht, die mein Wachstum erst ermöglich haben.

Und doch unterscheide ich mich – zumindest subjektiv – kein Jota von irgendeinem meiner Kollegen. Jeder von denen könnte sich in alle möglichen Richtungen entwickeln. Es läge mir am Herzen, wenn wenigstens die/der eine oder andere diese Chance erkennen und sein berufliches Dasein damit etwas angenehmer, produktiver, weniger auslaugend und erfolgreicher gestalten könnte. Nur um an dieser Stelle nicht falsch verstanden zu werden: es geht mir nicht darum, dass irgendjemand mehr arbeiten soll. Sie sollen sich nur ihrer Arbeit und der Möglichkeiten, welche diese bietet bewusst werden lernen. Dann hieße es nämlich nicht mehr Arbeit gegen Leben, sondern Leben mit Arbeit! Und die Balance wäre nicht zwischen beidem, sondern in beidem zu finden. Sollte man mal drüber nachdenken, oder…?

Erwachsen bilden #21 – Feel the Flow!

Manchmal wird man beim Studieren auf etwas aufmerksam, dass man schon mal gesehen, gehört, durchdacht hatte, ohne zum damaligen Zeitpunkt recht auf einen grünen Zweig gekommen zu sein. Das ist nicht ungewöhnlich, denn Wachstum braucht gelegentlich nicht nur den richtigen Anstoß, sondern auch den richtigen Flow. Doch was ist das überhaupt – dieser Flow? Sportler sprechen davon, aber sonst… haben wahrscheinlich nicht so viele Menschen eine klare Vorstellung davon. Ich kannte den Begriff zwar, habe damit aber früher eher den richtigen Groove verwechselt; und auch, wenn Musik manchmal als Tor für Stimmungen und Inspirationen dienen kann, so nutze ich sie doch meist gezielt, um diesen Prozess zu katalysieren, bewusst hervorzurufen und darin zu schwelgen. Und erreiche damit tatsächlich auch einen Flow-Zustand.

Mihály Csíkszentmihályi, Psychologe und Urheber der Flow-Theorie beschreibt Flow als das Erleben eines Moments der optimalen Erfahrung. Flow beschränkt sich dabei nicht auf körperliche Tätigkeiten, bedarf des absichtsvollen Tuns, einer definierten Schwierigkeit, die nicht unter- aber auch nicht zu sehr überfordert und dem Wunsch, die Sache um ihrer selbst Willen zu tun. Damit kann auch der Dilettant – hier im besten Wortsinne gemeint – in den Zustand des Flows kommen. Auf den Passus “um ihrer selbst Willen” kommen wir später noch einmal zurück, doch wenn man sich den Rest der Definition anschauen, ist hier die Rede von pädagogischem Handeln im besten konstruktivistischen Sinne.

Absichtsvolles Tun, ausgelöst durch eine pädagogische Intervention, die einen Mittelweg zwischen Unter- und Überforderung in der Beschäftigung mit einem Lerngegenstand weist; für mich klingt das so, als wenn wir als Berufspädagogen dazu aufgerufen wären, Flow in unseren Schülern zu erzeugen, weil wir dadurch deren Freude am Lernen durch positive Selbstwirksamkeits-Erfahrungen stärken könnten. Zwar ist das Buch zum Thema keine How-To-Anleitung und bedarf an einigen Stellen einer behutsamen Transponierung ins Erwachsenenpädagogische; dennoch lohnt sich die Beschäftigung, wie ich finde sehr. (übrigens nicht nur für die Lehrer, sondern auch für Schüler, wenn diese denn bereit sind, sich der Lektüre aufmerksam zu widmen. Das ist nichts für Blinkist©; ich finde diese App im übrigen schlecht…).

Was nun das Tun um der Sache selbst Willen angeht: Csíkszentmihályi geht im Buch davon aus, dass eine Beschäftigung mit einer bestimmten Sache nur dann einen Flow-Zustand auslösen kann, wenn diese autotelisch motiviert ist; wenn ich mich also ohne externen Druck auf ein Ding konzentriere, einfach, weil es für mich einen Sinn ergibt. Mache ich mich dabei jedoch von Erfolg/Misserfolg-Mustern abhängig, gibt’s keinen Flow. Exotelische (oder extrinsische) Motivation, die sich aus (beruflichen) Notwendigkeiten oder dem Wunsch, glänzen zu können (narzisstisch) speist, würde nach seiner Forschung also keinen Flow-Zustand herbeiführen können – oder zumindest nur sehr selten.

Ich bin mir nicht sicher, ob das tatsächlich so stimmt, denn ich habe auch in beruflichen Kontexten, in denen ich externem Druck unterworfen war, bereits solche Zustände erlebt. Aber zugegebenermaßen war dies weitaus häufiger bei Tätigkeiten der Fall , die ICH tun wollte, einfach, weil ICH sie tun wollte. Vermutlich hängt es im pädagogischen Kontext also nicht nur mit der hoffentlich anregenden Gestaltung einer Lernsituation zusammen, sondern auch mit der Art, wie wir das Zusammenwachsen einer Klasse fördern können; und vor allem, ob wir in der Lage sind, dass allzu frühe Entstehen einer Rangfolge (und Hackordnung) innerhalb derselben zu verhindern, um allen eine Chance auf Flow-Erlebnisse geben zu können. Denn eine weitere wichtige Botschaft ist: Flow bedeutet nicht nur Freude, sondern auch persönliches Wachstum durch Erfahrung, die gerne gewonnen wird. Was in der Folge allerdings auch bedeutet, dass die Umstände, unter denen der Flow-Zustand entstehen kann mit fortschreitender individueller Entwicklung immer wieder neu austariert/erweitert werden müssen.

Insgesamt ein spannendes Thema, das nicht nur aus meiner pädagogisch-fachlichen Sicht, sondern auch aus der Perspektive persönlicher Entwicklung einen Blick wert ist. In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Woche.

Vom Ankommen…

Wohlan denn, Kameraden, vorwärts in ein neues güldenes Zeitalter – oder so. Klingt gut, nicht wahr? Vielleicht ein µ zu dick aufgetragen? Egal. Denn wenn man ein unbezwingbares Lächeln auf dem Gesicht trägt, weil einem der ganze Scheiß daheim noch egaler ist, als der sprichwörtliche Reissack voller Corona, darf man fast alles; sogar im Internet Unfug labern. Ich habe nämlich Urlaub. So einen, wo man ein ganzes Stück weit von zu Hause weg ist und folglich wenig Chancen hat, sich mit dem üblichen Mist zu befassen. Das blöde Pandemie-Gedöns ist überall, daher zählt das in diesem Kontext nicht.

Die Anreise war trotz Stau entspannt, allerdings auch nicht so weit wie sonst um diese Jahreszeit bei uns üblich. Diesmal ging’s nämlich inländisch gen Norden. Ist hübsch hier in der Südheide, im Moment auch nicht allzu kalt, dafür aber trocken. Lustig mag man finden, dass der Willkommensgruß unserer Gastgeber aus der Südpfalz stammt. Aber das ist verzeihlich, wenn man bedenkt, dass Niedersachsen sich vieler Dinge rühmen kann – nennenswerter Weinbau gehört nicht dazu.

Es ist unfassbar, wie reif für diesen Urlaub wir alle waren. Umso glücklicher bin ich mit der Feststellung, dass ich weniger als 4h nach der Ankunft jetzt schon nicht mehr weg will. Das Haus bietet alles, was man braucht, vor allem aber zwei Dinge: Ruhe und Raum. Ich werde sicherlich mehr laufen, als in den letzten Wochen daheim. Da habe ich mich eigentlich nur noch im Lehrsaal bewegt und das weniger als sonst, denn es war einfach viel zu heiß. Hier lädt die ebene Landschaft zum Gehen und Schauen ein, zum Leben und Träumen; oder ganz einfach zum Ankommen. Dieses Mal im Selbst.

Klingt seltsam, wenn man es mal aufschreibt, aber das macht es kein bisschen weniger wahr. Ich hatte in den letzten Wochen das Gefühl, mich selbst zu de-realisieren. Nicht unbedingt in psychopathologischen Sinne, denn ich hatte ja allzeit die volle Kontrolle über mich selbst. Oder besser, über die Funktionen von mir, die noch einwandfrei in Ordnung waren: Lehren, Bürokratisieren, Essen, Trinken, Schlafen – und von Vorne. Tag für Tag. Selbst am Wochenende wachte ich nachts auf und wälzte Probleme, die mit meinem Job zu tun haben. Klingt nicht gesund. Fühlt sich auch nicht so an. Aber ich hoffte. Und das mit Recht, wie ich nun feststellen durfte. Denn Im Gegensatz zum Verlassen der Heimat, mit welchem das Reisen untrennbar verbunden ist, bleibt die Ankunft am Urlaubsort – zumindest für mich – zumeist ein Ankommen bei sich selbst.

Man könnte mir nun sagen, dass alles Gute eine Ende hat – insbesondere der Urlaub. Das ist wahr und bleibt auch dann wahr, wenn ich mir alles schönrede. Und doch… doch finde ich jedes Mal, wenn ich mich von den ganzen Problemen daheim, dem Stress, den Menschen, die immerzu nur fordern, schließlich auch meinen eigenen Ansprüchen entkopple, immer noch zurück zu dem Kerl, der ich eigentlich gerne immer wäre: eine entspannte Seele, die mit einfachen Dingen zufrieden und mit sich selbst im reinen ist. Der Effekt hält natürlich niemals allzu lange an. Aber vielleicht ja zur Abwechslung mal bis zum nächsten Urlaub. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ob ich diesen Urlaub weitere Gedanken finde, über die ich schreiben will? Es erscheint mir denkbar. Andererseits… vielleicht sollte ich einfach mal die Finger stillhalten? Ach, wir werden sehen. Ich bin angekommen um eine paar Tage zu bleiben und meiner Seele gut zu tun. Also werde ich Orte besuchen, staunen, knipsen, Speis & Trank genießen, nix arbeiten; und wahrscheinlich auch schreiben. Wir lesen uns. Vielleicht, wenn ihr auch mal am richtigen Ort angekommen seid…? Bis dahin – schönen Abend.

New Work N°0 – Erwachsen bilden meets New Work

“New Work”. Viele betrachten den Terminus als Hirnwichserei irgendwelcher White-Collar-Worker, die keine Ahnung von “echter Arbeit” haben. Was im Geiste dieser Menschen mit “echter Arbeit” gemeint ist, wird denn auch ganz schnell klar, nämlich Maloche; oder anders ausgedrückt, körperliche Arbeit. Um es gleich vorweg zu nehmen: die Art von körperlicher Arbeit, welche den meisten dabei in den Sinn kommt, wird immer weniger. Und dieser Trend wird sich auf Grund der fortschreitenden Automation weiter Bereiche unserer Industrien fortsetzen. Es wird zumindest in den nächsten Jahrzehnten noch einen Restbestand an körperlicher Arbeit geben, den Maschinen noch nicht erledigen können. Aber dieser schrumpft. Und damit entsteht automatisch mehr andere Arbeit, die mit Wissen und Kenntnissen zu tun hat und – tadaaa – im Büro stattfindet.

Es gibt allerdings zwei Bereiche, die davon zumindest teilweise ausgenommen sind – nämlich Education und Care Work. Weil sich die (wichtigen) sozialen Komponenten beider Arbeitsgebiete kaum maschinell abbilden lassen. Selbst wenn es es möglich wäre, zum Beispiel Krankenhauspatienten das Essen von einem Roboter servieren zu lassen, fehlt hier doch die menschliche Zuwendung, welche einen Genesungsprozess befördert. Gleiches gilt für den Unterricht in der Allgemein – und Berufsbildung. Auch hier ist ohne die sozialen, emotionalen und motivationalen Komponenten nichts zu erreichen. Und die gehen nur mit der Interaktion mit echten anderen Menschen einher. Was nichts daran ändert, dass genau diese beiden Bereiche unterbesetzt, unterfinanziert und organisationell-strukturell höchst reformbedürftig sind. Aber das soll hier und heute nicht das Thema sein.

Gehen wir nun also davon aus, dass der Anteil der Wissensarbeit am Gesamtvolumen der wirtschaftlichen Leistung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch zunehmen wird, stellt sich relativ schnell die Frage, wie wir diese besser organisieren können. Lasse Rheingans, Geschäftsführer der “Digital Enablers” aus Bielefeld gibt dazu eine interessante Antwort: seit 2017 arbeiten seine Mitarbeiter nur 5h/Tag; und erreichen anscheinend trotzdem eine annähernd gleichbleibende Arbeitsproduktivität! Natürlich fragt man sich wie das geht? Doch wenn man einen typischen individuellen Arbeitstag im Büro einmal danach befragt, was denn tatsächlich erreicht wurde, fällt die Bilanz manchmal recht ernüchternd aus.

Zeit wird – und da nehme ich mich gewiss nicht aus – vor allem vertändelt mit vollkommen unnötiger Dauererreichbarkeit und /oder Dauerverfügbarkeit. Oder mit Meetings und Gesprächen, die sich immer wieder um die gleichen Fragen drehen, ohne jemals den Prozess (oder die Person!) zur Disposition zur stellen, der (die) eigentlich das Problem verursacht. Durch Unterbrechungen, die einen hernach dazu nötigen, sich mühevoll wieder in einen komplexen Sachverhalt hineindenken zu müssen. Und schließlich: mit informellem Tratsch, der zwar hier und da als sozialer Kitt dienen mag, aber letztlich NICHTS mit der Arbeit zu tun hat. Dazu zählt zum Beispiel auch das übliche Geplänkel am Wasserloch (Kaffeemaschine / Wasserkocher / Trinkwasserspender).

Nun kann man das Soziale kaum ausklammern. Aber, wenn man zumindest unnötige Unterbrechungen minimiert kommt man viel leichter in einen echten Flow, bei dem man auch wirklich was wegarbeiten kann. Und zwar wesentlich mehr, als man unter den genannten Vorzeichen in der selben Zeitspanne geschafft hätte. Dazu ist allerdings die Erfüllung mehrerer Grundvoraussetzungen notwendig:

  • Telekommunikation nur zu bestimmten, vordefinierten Zeiten (nicht dauernd auf E-Mail, Threema, Telegram. Whatsapp, Slack und was weiß ich nicht noch alles achten)!
  • Tür zu! Dieser Punkt wird in Büros, in denen sonst open-door-policy geherrscht hat, anfangs zu Irritationen führen, ist aber essentiell. Ich habe es irgendwann schon mal beschrieben, dass irgendwelche Menschen einfach durch die Tür gelatscht kommen und ansatzlos anfangen, mich mit ihrem Scheiß zuzutexten, obwohl ich noch keinerlei Gesprächsbereitschaft signalisiert habe. Sowas ist schlicht unhöflich und distanzlos; mal davon abgesehen, dass ich vielleicht gerade in eine hoch komplexe Materie vertieft bin, die – wirklich – meine ganze Aufmerksamkeit fordert. Also macht die Tür zu, wenn ihr konzentriert arbeiten wollt; oder nutzt irgendein Tool / Device, dass euch störungsfreies Arbeiten ermöglicht.
  • Meetings nur, wenn es auch wirklich etwas zu besprechen gibt. Ansonsten sind sie verschwendete Arbeits- und auch Lebenszeit. Vieles lässt sich heutzutage exzellent digital darstellen und ein GANTT-Chart o. Ä. lesen zu können, würde ich von einem Projekt-Verantwortlichen jetzt einfach mal erwarten wollen.
  • Schränkt das Gelaber am Wasserloch ein – oder verschiebt es auf die Arbeitsfreie Zeit. Klingt hart, bringt aber viel.

Bevor jetzt irgendjemand denkt, ich wäre so ein knallharter Manager-Typ: NÖ BIN ICH NICHT! Ich will aber auch nicht unnötig viel Zeit auf Arbeit verbringen. Irgendwann werde ich meinen Chefs noch beibringen, dass Präsentismus im Büro Käse ist und das selbst organisiertes Arbeiten alle Beteiligten in vielerlei Hinsicht weiter bringt; z.B. durch erhöhte Arbeitseffizienz und -produktivität. Aber vor allem durch höhere Zufriedenheit und in der Folge eine höhere Arbeitnehmerbindung. Oha, klingt das jetzt vielleicht interessant?

Zu guter Letzt eine ketzerische Frage zum Thema Work-Life-Balance und Entgrenzung der Arbeit, die ich selbst so vorher noch nie betrachtet habe: wenn ich daheim ein Buch lese, dass mich einfach interessiert hat und nun feststelle, dass es doch durchaus einen Bezug zu meinem Job hat – ist dass dann Arbeit oder doch Freizeit? Zur Info: ich selbst meditiere auch noch über eine abschließende Antwort, bin aber im Moment geneigt, die Antwort “Es kommt darauf an…” zu favorisieren. In diesem Sinne wünsche ich euch eine schicke neue Woche in Absurdistan…

Der verwirrte Spielleiter N°23 – (E)skalieren gefällig?

“Ich klatsche dem Litch einen Meteoritenschwarm vor den Latz!”. “Mein Schwert +28 reißt den in zwei Hälften!”. “Nur 30 Eisriesen? Na ja, langt für’n paar EP…”. High-Level-Groups brauchen High-Level-Gegner! Ist doch richtig…oder? Ich würde sagen – jein! Aber fangen wir doch erst mal richtig an, die Szenerie zu setzen, bevor wir uns in Details verlieren, gelle?

Wie ich vor einer ganzen Weile im Rahmen dieser Reihe schon einmal schrieb, hat unser heutiges Pen’n’Paper seine Wurzeln im Tabletop-Wargaming, wo man Zinnfiguren-Armeen gegeneinander antreten ließ. Auch damals gab es schon das Würfeln zur Konfliktresolution, ein Wenig später spezielle Fertigkeiten und noch ein bisschen später wob man die Kämpfe in kleine Geschichten ein, die nach und nach größer wurden, um schließlich die Dominanz über das bloße Kämpfen zu gewinnen. Doch der Kampf als ultimative Lösung eines, wie auch immer gearteten Konfliktes blieb inhärenter Bestandteil fast jeden Spielsystems. Bis heute. Und wenn die allermeisten Spieler ehrlich sind, haben sie damit auch kein Problem.

Der moderate Nervenkitzel, den eine halbwegs ordentlich aufgebaute Geschichte durch den ihr zu Grunde liegenden Konflikt erzeugt ist es, wonach wir gieren; sowohl als Spieler, wie auch als SL. Als Spieler will ich natürlich wissen, ob meine Ideen, meine Einsichten, meine Handlungen – zusammen mit denen der anderen Charaktere – tatsächlich den Tag zu retten vermögen. Idealerweise haben die Spieler sich dabei zuvor abgesprochen, aber sehr häufig wird aus dem sorgsam aufgebauten Schlachtplan schnell der Plan X. Oder man hat von Anfang an so wenig Infos (entweder, weil man zu blöd war, an der richtigen Stelle zu suchen, oder weil die Herangehensweise zur Abwechslung mal etwas zu subtil und vorsichtig gewählt war), dass es zwangsläufig auf Schmierentheater und unverschämte Bluffs hinausläuft. Ist uns neulich passiert und war irgendwie auch ziemlich spaßig. Kein Ahnung, ob der SL das auch so fand, aber ich war hochzufrieden mit unserer Unterbindung einer Wahnsinnstat in Staatsstreichsgröße. Wie dem auch sei…

Jedenfalls kulminierte das Szenario etwas anders als gedacht und es wurde kurz blutig. Für meinen Char war’s gefühlt knapp. Weil ich zu blöd zum Ausweichen war. Ging trotzdem nochmal gut. Allem Spaß zum Trotze muss ich sagen, dass der Umstand, dass wir alle die Unausweichlichkeit der finalen Konfrontation als Konvention des Spiels begriffen haben mich im Nachhinein irritiert hat. Nun war der Gegner nicht als potentiell freundlicher Gesprächspartner beschrieben worden. Nichtsdestotrotz hat keiner mit Gewalt gezögert. Das verdient zumindest ein gedehntes “Hm…?” Bleiben wir bei diesem Gedanken und führen ihn konsequent fort, ist die Idee einer subtilen Vorgehensweise eigentlich immer zum Scheitern verdammt. Eine Schlussfolgerung, die ich nicht gut finde. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass ich meinen Kindern beizubringen versuche, dass Gewalt kein legitimes Mittel der Konfliktlösung ist. Allerdings ist das reale Leben auch kein Rollenspiel und umgekehrt. Oder doch? Ach egal…

Man muss an dieser Stelle sagen, dass dieses Zusammentreffen von meinem Char nicht intendiert war, aber manchmal muss man’s nehmen, wie’s kommt. Wenn man aber solche physischen Auseinandersetzungen als legitime Höhepunkte eines Szenarios begreift, dann müsste man als SL irgendwann anfangen zu (e)skalieren. Denn die Chars werden natürlich (leider) mit der Zeit auch besser. Was uns nun zu der eingangs gestellten Frage bringt. Um es an dieser Stelle gleich vorweg zu nehmen: es gibt keine fertige Antwort, nur ein paar Anregungen, wie man über das Thema meditieren könnte.

Zunächst gehe ich nochmal zur Frage zurück, warum Kämpfe als Konvention des Spiels begriffen werden? Letzten Endes ist da wohl doch ein eher archaisches Bedürfnis in (vor allem männlichen) Vertretern unserer Spezies, welches wohl gelegentlich befriedigt werden will. Man muss es dem Zivilisations-Prozess hoch anrechnen, dass wir heutzutage dafür niemandem mehr wirklich weh tun müssen, wie das noch im alten Rom Gang und Gäbe war. Wir geben uns auch mit der Simulation von Gewalt zufrieden. Sei es nun Pen’n’Paper, unsere Spielkonsole, der Computer, Lasertag oder irgendeine andere Art der Action-orientierten Zerstreuung. Das passende Stichwort ist einmal mehr Eskapismus – etwas zu tun, dass man im normalen Leben nicht tun kann, will, oder darf. Und so lange niemand dabei ernsthaft zu Schaden kommt, will ich das mal als Legitimation gelten lassen.

Was nun das Skalieren angeht – eine Herausforderung bemisst sich nicht nur an den jeweiligen Statistika oder Fertigkeitswerten eines Gegners, sondern vor allem an dessen Cleverness, Ausnutzung des Terrains und der Schwächen der Chars, einem Aufbau des Szenarios, der die Chars nicht sofort alle Möglichkeiten ausschöpfen lässt, ohne sie jedoch in ihrer Entfaltung zu behindern. Zum Beispiel, indem ich sie auf unbekanntem Terrain gegen eine unbekannte Gefahr vorgehen lasse und erst nach und nach den Plan enthülle – wie es in einem gut gemachten Thriller auch passiert. Die Kunst, dabei weder eine (zu starke) Über- noch eine Unterforderung entstehen zu lassen ist reine Übungssache. Nicht immer muss ich dazu an der “Das-Monster-gibt’s-auch-in-größer”-Schraube drehen. Manchmal genügt auch eine leichte Modifikation, mehr Schein als Sein, um den Spielern (und ihren Chars) den Schweiß auf die Stirn zu treiben.

Noch ein letztes Wort zu High-Level-Chars – oder was auch immer das Äquivalent dazu in meinem Klassen- und Stufenlosen Regelwerk wäre: kann Spaß machen. Aber nur, wenn sie sich von der Pike auf hochgedient haben. Sich mal eben eine Gruppe aus High-Level-Chars zu machen, nur damit man Drachen jagen kann, finde ich persönlich ziemlich witzlos, denn letzten Endes ist es nur eine zentrische Streckung um den Faktor k. Das ist – mit Verlaub -wie in den Quellen-Büchern mancher RPG-Verlage, die mit x neuen Waffen, Rüstungen, etc. beworben werden. Es ist doch jedesmal wieder der gleiche alte Wein in halbwegs hübschen neuen Schläuchen. Wer’s kauft, ist selber schuld. Ich kann – sowohl als Spieler, wie auch als SL – auch mit blutigen Anfängern Spaß haben, wenn alle mitziehen und nicht plötzlich Dinge verlangt werden, die auf keinen Fall zu schaffen sind. Denkt mal drüber nach. in jedem – always game on!